collection clasen

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Faller AMS Racing Aurora AFX
5670 und 5671 Lazer-Karosserie
1983 - 1984



Der "Lazer" ist ein Aurora-Fantasieprodukt, ein futuristisches Fahrzeug in zwei verschiedenen Karosserieformen und je zwei unterschiedlichen Farbschemata. Das Bild oben zeigt den "Saturn 2000" in Grün-Gelb.

Abbildung der Kombi-Packung 5670 mit «Lazer Orion 2000» im Faller-Katalog 1983

Die gleiche Karosserie gab es noch als "Orion 2000" in Violett-Lila. Die zweite ähnlich gestaltete Karosserie führte die klangvollen Namen "Odyssey 2000", eine Anspielung auf den ähnlich benannten Film, der in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts eine nicht unerhebliche Popularität genoss, und "Starfire 2000". Aurora hat die Lazer-Familie erstmals auf der Spielwarenmesse in Chicago 1982 für magnetstarke G-Plus-Chassis vorgestellt, mit denen man die Wand hochfahren konnte, und nannte sie "Wallclimbers". Die Karosserien sind allerdings erheblich älter, sie kommen als "Too Much" und "Turbo Turn On" bereits in den batteriebetriebenen "Powerslicks"-Packungen vor, die Aurora 1970 und 1971 im Katalog führte.

Abbildung der Kombi-Packung 5671 mit «Lazer Odyssey 2000» im Faller-Katalog 1983

Mit dem Start der AF/X-Serie wurden sie auf Non-Magnatraction-Chassis gesetzt, wo sie es immerhin bis 1974 aushielten. Auf ein Magnatraction-Chassis haben sie es nicht mehr geschafft, vielleicht erschienen sie neben den anderen Autos mit echten Vorbildern irgendwie zu kindisch. Immerhin überlebten sie in Auroras schlitzloser Rennbahn-Serie "Magna-Steering" und trieben als "Double Trouble" und "Terrible Turbo" bis zum bitteren Aurora-Ende 1983 ihr Unwesen im Katalog. Da bei der Rennbahn ohne Führungsschlitz eine bewegliche Vorderachse den Spurwechsel ermöglicht, wurde die Form des vorderen Radhauses deutlich erweitert. Die Slotless-Rennbahn lief allerdings wohl nirgends so richtig gut, und deshalb erhielten später auch Aurora-Speed-Steer-Autos einen Führungsstift oder Leitkiel. Die Form der erweiterten Radausschnitte im Bereich der Vorderachse blieb dennoch unverändert ausgeschnitten. Als 1982 die Lazers herauskamen, hatte Aurora die Atrappen der Motoren und der Turbodüse weggelassen und die Karosserien mit neuen Farben ausgestattet, aber die weiten Radhäuser nicht mehr rückgebaut. Deshalb sieht der "Saturn 2000" oben so aus, als fehlte ihm vorne eine Stoßstange und das zweite Rad einer vorderen Zwillingsbereifung. Sieht schräg aus, ist aber original.


collection clasen Faller AMS Racing Aurora AFX «Lazer Saturn 2000» in der Steilwandkurve

Was hat jetzt eigentlich Faller dazu bewegt, diese Mischung aus Star Wars und Helloween-Party in Deutschland anzubieten, noch dazu als einzelne Karosserien, die wie ein Zusatzgeschenk dem Ferrari (Combi-Packung Nr 2670) und dem Datsun (Combi-Packung Nr 2671) jeweils beilagen, übrigens die einzigen beiden Kombi-Packungen von Faller. Auf die Aurora-Namen der einzelnen Lazer hat man gleich verzichet, hierzulande hießen alle schlicht "Lazer". So konnte man in die Boxen hineinlegen, was gerade vorhanden war. Vielleicht waren einfach viele dieser Karossen geliefert worden, Aurora ging 1983 pleite, und passende Chassis mit entsprechend starken Magneten waren nicht mehr ausreichend zu erhalten. Vielleicht waren die Lazers einfach eine nette Dreingabe von Aurora, die selbst zuviel davon herumliegen hatten, und die Faller nun gerne an alle Spielkinder weiterreichte. Vielleicht wollte Faller auch Wallclimbers herausbringen, die die Wand hoch fahren konnten, was möglicherweise der Aurora-Bankrott verhinderte. Stattdessen sind ja dann 1985 die SL-Fahrzeuge erschienen, die nach Faller-Katalog als einzige in der Lage waren, den Superloop kopfüber hängend zu durchfahren. Kleiner Schönheitsfehler in den Augen der Aurora-Fans: Die kamen von Tyco.