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Kein anderer Hersteller spurgeführter Modellautos im angenäherten H0-Maßstab hat jemals so viele verschiedene Fahrbahnteile im Programm geführt wie Faller. Zwar sieht eine Aurora-Fahrbahnsammlung auch gewaltig aus, aber Faller schlägt sie um Längen. Unterschiedliche Straßenteile gab es von beiden Firmen in ähnlich großer Anzahl, und Aurora hat außerdem in den frühen Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts sein Fahrbahnsystem einmal komplett ausgetauscht. Aber Faller hat jedes Teil durchschnittlich in etwa acht Varianten produziert, und damit würde eine vollständige Fahrbahnsammlung mit Leichtigkeit mehrere Umzugskartons anfüllen können. Das Geheimnis, warum im Schwarzwald und in den anderen zu vermutenden Produktionsstätten ein solcher Aufwand betrieben wurde, hat sich bis heute (2011) dem Autor nicht offenbart, und selbst ein Besuch in Gütenbach ist da nicht mehr wirklich aufschlussreich, denn es gibt wohl niemanden mehr, der sich an die Firmenstrategie vor bald 50 Jahren erinnern kann.
Umso erfreulicher ist es, dass es immer noch reichlich sehr gut erhaltene Fahrbahnen von damals unter Sammlern zu kaufen gibt, und selbst bereits beschädigte Stücke lassen sich mit etwas Zuwendung noch für einen Anlagenbau verwenden, siehe auch unter
"Restauration" auf diesen Webseiten. Aber auch Sammler finden mehr und mehr Freude an den Fahrbahnvarianten, deren Vielfalt dem Farbenreichtum der Auto-Karosserien in nichts nachsteht, und die leichter zu restaurieren sind. Über AMS-Autos kann man im Web sich tonnenweise Informationen herunterladen, die Infos zu den Fahrbahnen sind demgegenüber eher spärlich. Das wollen wir jetzt ändern.
Historie
Hm, Geschichte ist immer ein heikles Thema. War es wirklich so, oder war es anders? Im Geschichtsunterricht hat uns das nie beschäftigt, aber je mehr Literatur aus verschiedenen Zeiten man liest, desto mehr wird klar, dass jeder die Geschichte so darstellt, wie er sie gerne hätte. Selbst um höchste Objektivität bemühte Autoren können nicht aus ihrer Haut, will sagen: sind Kinder ihrer Zeit, in der man die Dinge ganz anders sieht als zu anderen Zeiten. Wer einmal einen simplen Reiseführer von, sagen wir einmal, Südtirol in verschiedenen Ausgaben vom Anfang des zwanzisten Jahrhunderts bis heute hintereinander liest, wird fast mehr über die Zeit erfahren, in der der Reiseführer geschrieben wurde, als über das Reiseziel. Was also hier über die Geschichte der Faller AMS Fahrbahnen niedergelegt ist, entspricht dem Kenntnisstand des Autors im Jahre des Herrn 2011, gestützt auf eine entsprechende Sammlung von Fahrbahnteilen, auf die vorhandene Information im Internet, viele Kontakte zu Hobbyfreunden und nicht zuletzt auf ausgeprägte eigene Erinnerung und einen Haufen herübergerettete Fantasie aus der Zeit, als Fantasie noch Phantasie geschrieben wurde.
Vorbilder und Fahrbahnvariationen
Faller startete die AMS-Produktserie im Herbst 1963 pünktlich zur Wintersaison und zum Weihnachtsgeschäft. Vier Jahre zuvor war bereits in England die Firma Playcraft mit einer spurgelenkten Modellautobahn auf dem Markt erschienen, die im Maßstab 1:76 zu den englischen Modelleisenbahnen passen sollte, also etwas gröber als H0. Deren Fahrbahnen besaßen Spurrillen und Leiterbahnen für die beiden unter der Chassisfront befestigten Schleifer. Die elektrische Verbindung zwischen den Straßenteilen wurde anders als bei Faller dadurch hergestellt, dass die Leiterbahnen am Ende einer Fahrbahn zu einer Lasche um 90 Grad umgeknickt waren und so mit den Laschen der nächsten Bahn kontaktierten. Die Befestigung der Bahnen aneinander erfolgte mit kleinen Kunststoffbrücken, die an beiden Fahrbahnenden mittig jeweils in ein entsprechendes Loch auf der Oberseite eingesteckt wurden. Das heißt, man musste die Fahrbahnen aneinanderdrücken und dann die Kunsstoffbrücke plazieren. Dazu benötigte man drei Hände oder ein spezielles Werkzeug, was in den Komplettpackungen mitgeliefert wurde. Gegen seitliches Verrutschen wurde die Verbindung gesichert durch kleine Metallstäbe, die man in Hülsen am Fahrbahnkopf beidseits außen einsteckte ähnlich wie die Fahrbahnverbinder beim Faller-AMS-System. Diese Technik hatte drei Nachteile: erstens war sie umständlich, zweitens wesentlich weniger stabil als die Faller-Mimik und drittens bestand wahrscheinlich ein Patentschutz darauf. Seit 1960 wurde das Programm nämlich produziert und vermarktet von der US-Firma Aurora, die die kleinen Slotracer weltweit bekanntmachte. Dort war zu jener Zeit garantiert keine Lizenz für Deutschland oder gar für Europa zu erhalten, und wenn doch, dann vermutlich unerschwinglich teuer.
Vielleicht handelte es sich bei einem Patent tatsächlich nur um einen Gebrauchsmusterschutz, das heißt im Englischen immer "patent", bedeutet aber einen geringeren Schutzumfang. Offensichtlich waren die Fahrbahnen als solche nicht geschützt, sondern vielleicht nur deren Verbindungen. Denn nur so ist es eigentlich erklärlich, dass es in den USA bald weitere Anbieter von "H0"-Slotcars und -Bahnen gab. Vielleicht ließen sich Fahrbahnen garnicht mehr wirkungsvoll schützen, denn bereits 1912 hatte der amerikanische Modellbahnhersteller Lionel eine spurgeführte Autobahn im Programm, und in England datierte ein Patent auf Slot Cars in die Zeit von 1936. Zwar waren die Maßstäbe jeweils andere, aber das spielte für die Erfindungshöhe (so nennt man den Neuheitswert eines Produktes, also wieviel daran wirklich etwas gänzlich neues darstellt) von Straßenteilen schließlich keine Rolle. Oben im linken Bild sind die Verbindungen des Aurora Model Motoring Systems zu sehen, die denen des Playcraft Highways Motoring Systems gleichen. Im rechten Bild finden wir dagegen einen Fahrbahnkreis, der frappierende Ähnlichkeit mit den Fallerschienchen besitzt. Selbst die Messingverbinder sind identisch. Klicken wir auf das Bild, zeigt sich uns ein Fahrbahnstapel und eine Plastikdose mit Fahrbahnverbindern, wobei selbst die Dose in Fallers Ersatzteilkartons identische Zwillings-Geschwister besitzt, nur dass bei Faller der Deckel schwarz ist. Hier ist er gelb, und darauf steht "Atlas". Sieh 'mal an. Nicht nur, dass ein Atlas-Auto Faller-AMS-Werbebilder zierte (nachzulesen in
"Faller AMS oder doch nicht?" auf diesen Webseiten), sondern auch Faller-Straßen und Atlas-Roadways könnten Geschwister sein.
Atlas-Fahrbahnen besaßen weiße Mittelstreifen, und Lionel-Fahrbahnen besaßen gelbe Mittelstreifen. Ansonsten gibt es keinen Unterschied. Der Fahrbahnkreis oben stammt von Lionel, es steht aber Atlas auf der Rückseite. Also hat Atlas die Bahnen für Lionel hergestellt oder vielmehr herstellen lassen. Warum wohl? Beide waren Konkurrenten im amerikanischen Modellbahnmarkt. Vermutlich aber gab es mehr Zusammenarbeit, als allgemein bekannt ist, und vielleicht hat Lionel alte Rechte im Slot-Car-Sektor gegen Lieferung von Fahrbahnen an Atlas weitergegeben. Könnte doch sein. Und wie kommt Faller jetzt ins Spiel? Faller und Atlas dürften sich bereits seit den Fünfzigern von diversen Spielwarenmessen gekannt haben, und hier insbesondere von solchen in Fernost. In Tokio saß der japanische Hersteller der Fahrbahnen und Autos, die Atlas unter eigenem Label verkaufte. Als Faller die Club-Racing-Produktserie auf den Markt brachte, so gegen 1967, da war das Rennen mit den großen Bahnen in den USA schon gelaufen, und die Atlantiker, die kurz zuvor auch dort eingestiegen waren, haben alle Aufträge ruckartig storniert. Das schob die Japaner in den Konkurs, und Faller kaufte das Material direkt in Japan auf und bezog weitere Teile aus den USA. In manchen Club-Racing-Autobausätzen lag oder liegt noch die englischsprachige Anleitung von Atlas, schauen Sie 'mal nach, wenn Sie einen besitzen. Keine Sorge, wir fangen hier nicht auch noch an mit den größeren Maßstäben herumzujonglieren. Der Autor besitzt bis auf einen einzigen Handregler kein Club-Racing-Teil, aber er hat die Anleitungen in neuen Packungen gesehen. Die Faller-Bausätze gleichen übrigens denen von Atlas bis aufs Haar. Also haben wir mindestens drei Plastik-Companies, die Faller-ähnliche Fahrbahnen verkauften, bevor Faller 1963 damit selbst auf den Plan trat: Atlas, Lionel und der japanische Hersteller. Noch eine weitere Firma hat Atlas-ähnliche Straßenteile (mit anderem Stromleiter-Abstand) verkauft, aber das war erst nach dem Faller-Start, und Atlas ließ dort H0e-Modellbahnartikel fertigen: Mehanotehnika in Izola, früher Jugoslawien, jetzt Mehano in Slowenien. Der Modellbahn-Deal war zweifelsohne seinerzeit von Roco eingefädelt worden, denn in Izola stand eine ihrer verlängerten Werkbänke, und die Roco-Loks wurden in den Staaten alle unter dem Atlas-Label angeboten. Die jugoslawische Schlitzauto-Marke hieß Mehanotehnika Tempo Tour, ihre Fahrzeuge sahen den Faller-Autos der ersten Generation sehr ähnlich, und ihre Chassis-Technik war den Faller-Kronradchassis bzw. dem entsprechenden Atlas-Vorbild noch ähnlicher. Wie lief jetzt aber der Deal zwischen Faller und Atlas? Gemeinsame Abendessen in einer Tokioter Sushi-Bar werden wohl kaum zur Überlassung der Vorbilder für die Autobahnteile ausgereicht haben.
Ein Blick auf die kleine Auswahl an Gebäudemodellen unter Atlas-Label könnte eine Erklärung liefern. Noch viel mehr "Buildings" von Faller gab es bei Atlas, obwohl Faller selbst in den USA unter eigenem Label präsent war. War dies vielleicht zum Teil ein Preis für die Lizenz? Wie auch immer, eine ausgeprägte Zusammenarbeit hat noch niemandem geschadet, schon garnicht im Business. Als sicher kann gelten, dass Faller die Fahrbahnen von Atlas kannte und sie, sagen wir einmal, sich zumindest zum Vorbild für die eigene Produktion nahm. Dass die Bahnen in Deutschland und hier speziell in Gütenbach hergestellt wurden, ist jedenfalls für die ersten Serien hochwahrscheinlich. Sicher aber ist auch, dass es weitere Produktionsstätten außerhalb Deutschlands gegeben haben muss, denn bereits kurz nach dem Start der AMS-Produktserie gab es Fahrbahnen, die nicht die Herkunftsbezeichnung "Made in Germany" auf ihrer Unterseite trugen. Das hatte nun den Vorteil, dass Artikel, die beispielsweise in Österreich hergestellt wurden, nicht mit Einfuhrzöllen in die Länder der EFTA (European Free Trade Association) zu belasten waren. Österreich gehörte damals zur EFTA, eine Organisation, deren Mitgliedsstaaten mittlerweile längst in die EU eingetreten sind. Dafür hatte Faller seine österreichische Werksvertretung, die Firma Hoffmann aus Braunau am Inn, die zuvor unter der Marke H0bby auch Faller-AMS-Packungen vertrieb. Vermutlich für diese waren die Fahrbahnen gedacht, unter denen das "Made in Germany" fehlte. Es stand allerdings auch nicht "Made in Austria" darunter. Das stand nur auf der Außenverpackung. Also steht zu vermuten, dass die Fahrbahnen vielleicht auch in Germany gemadet waren, aber das passte natürlich nicht in eine Original-EFTA-Warendeklaration. Für die war vermutlich nur der Ort ihrer letztendlichen Packungs-Zusammenstellung entscheidend, und das wird sicher Braunau gewesen sein. Die Form ohne "Made in Germany" wird sicher viel mehr Fahrbahnen ausgeworfen haben, als der EFTA-Markt aufnehmen konnte, und so erklärt sich die recht große Anzahl der heute noch in Deutschland verfügbaren AMS-Fahrbahnen ohne Herkunftsbezeichnung auf der Unterseite. Vielleicht hat Faller diese Form auch in Braunau betreiben lassen und den Löwenanteil der Produktion nach Deutschland importiert, schon möglich. Sicher sind die letzten Fahrbahnserien der AMS-Racing-Generation nach 1975 mit dem grüngrauen Plastik und den tiefer liegenden Leiterbahnen (Faller nannte die letzteren "Kontaktschienen") kaum noch in Deutschland hergestellt worden, denn hier dürften die Lohnkosten in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren zu hoch geworden sein. Aus dem gleichen Grund fällt auch Japan als Fabrikationsland aus. Aber da keine der AMS-Racing-Straßenteile eine Herkunftsbezeichnung trägt, werden wir kaum falsch liegen, wenn wir die Produktionsstätte im näheren oder fernen Osten vermuten. Vielleicht kann uns alle dereinst ein Eingeweihter den Platz verraten, wo die letzten AMS-Schienchen in den Plastik-Container gewandert sind. Obwohl - und jetzt wird es ganz spannend - der Autor eine Packung mit einfachen graden Fahrbahnen 4120 besitzt, die ihre Machart nach zu urteilen definitiv zu den letzten von Faller vertriebenen Fahrbahnen gehören. Auf deren Unterseite steht wieder "made in Germany", und das spricht eigentlich dafür, dass im Schwarzwald bis zum Ende der AMS-Zeit eigenhändig an den Fahrbahnen gewerkelt wurde.
Mit dem Vertrieb der Aurora-AFX-Autos ab 1975 bot Faller auch neue Fahrbahnen unter dem Namen AMS-Racing an, deren Verpackungen sich schon mit ihrer dunkelblauen Farbe gegenüber den gelben Verpackungen ihrer Vorgänger unterschieden. Auch der Inhalt war verändert: die Spurrillen (so wollen wir hier den "Slot" einmal nennen) waren nicht mehr 3mm tief, sondern 3,5mm. Die Leiterbahnen (Faller-Jargon: "Kontaktschienen") lagen demgegenüber tiefer und waren an ihren Enden abgerundet um die ziemlich eckigen Schleifer der AFX-Autos nicht allzu schnell zu ruinieren. Die Plastikoberfläche war eintönig grünlichgrau im Gegensatz zu den zementgrauen Farbschattierungen der älteren Fahrbahnen mit ihren dunklen Einsprengseln. Letztere Farben kommen in unzähligen Nuancen vor, während das Grüngrau eigentlich immer dasselbe ist. Das Bild zeigt die wesentlichen Unterschiede, die obere Bahn ist jeweils die ältere. Irgendwann in dieser Zeit wechselte Faller auch von den einheitlichen Atlas-Messingverbindern zu Kupferverbindern, die in vier Variationen vorkommen. Verbinder lagen jeder Packung mit Fahrbahnen in Überzahl bei, sodass Verlust oder Bruch leicht ausgeglichen werden konnte.
Soweit die Geschichten um der Geschichte wahren Kern, die Belletristik sozusagen. Nun widmen wir uns den harten Fakten der Physik (zum Glück wird Physik nach der Rechtsschraibrevorm noch nicht "Füsick" geschrieben), die nachprüfbar sind. Alle Fahrbahnen sind hier ihrer Katalognummer nach aufgeführt. Das erleichtert das Auffinden, weil unter fast jeder Fahrbahn eine Nummer in erhabenen Ziffern prangt. Die ersten vier Ziffern entsprechen der Katalognummer, die oft vorkommenden weiteren zwei dienten einem unbekannten Zweck. Meistens folgt der Katalognummer daher eine 01 oder 02, bei mehrteiligen Sets wie Kehren und Abzweigungen mit Einmündungen kommt immer auch die 02 vor.
Dieses Bild einer graden 20cm-Fahrbahn 4120 zeigt einige häufig wiederkehrende Details unter den meisten Faller-AMS-Straßensegmenten: Das außermittige "Faller"-Signet ist zumeist vorhanden. Darunter findet sich die Katalognummer bzw. die Produktionsnummer mit weiteren zwei Ziffern, hier zu erkennen ist eine 02 hinter der 4120. In der Mitte wird die Bahn durch vier unter den Leiterbahnen angegossene Plastikstützen(1) am Durchbiegen gehindert, was sich vor allem beim Betrieb auf dem Fußboden wegen der allgegenwärtigen Füße und noch mehr wegen des jeweils darüber angeordneten gewichtigen Menschenkörpers als sehr zweckmäßig erwiesen hat. Solche Stützen gibt es übrigens in dieser Ausprägung unter Atlas- und Lionel-Fahrbahnen nicht. Weitere Faller-eigene Features stellen drei Plastikzapfen(2) seitlich neben und mittig zwischen den Spuren dar, die zum Aufstecken von Kontaktfedern bzw. -Blechen für die Stromversorgung dienen, und bei den meisten zweispurigen Fahrbahnen vorhanden sind. In unmittelbarer Nachbarschaft dazu stehen am Fahrbahnrand drei Wickeldorne(3) als Zugentlastung für die Stromkabel, und im Rand finden sich drei Kerben als Kabeldurchlässe. Die anderen etwa "romanisch" konfigurierten Öffnungen(4) im Fahrbahnrand dienen dem Anklipsen von Böschungsteilen (4070), Bodenplatten (940 und 941) und Strassenplatten (4909). Man kann auch mit den entsprechenden Plastik-Clips aus den Packungen 940, 941 und 4909 zwei Fahrbahnen seitlich miteinander zu einer vierspurigen Straße verbinden. Diese Clips sind außerordentlich bruchempfindlich und daher sehr selten. Unmittelbar über diesen Öffnungen finden sich die Formvertiefungen, in denen die Sacklöcher(5) von der Oberfläche eingelassen sind, die der Aufnahme von Verkehrsschildern und Lampenatrappen dienen. Oft sind diese Löcher auch fabrikseits durchbrochen ausgeführt, weshalb sie auf stationären Anlagen häufig zum Annageln der Fahrbahnen auf der Grundplatte missbraucht werden. Das geht ohne Spaltung der Fahrbahn nur bei den durchbrochenen Löchern, Sacklöcher (also nicht durchbrochene) muss man dazu vorher mit einem Minibohrer aufbohren. Eigentlich sind dafür vermutlich die nur von unten sichtbaren "Brunnenrandlöcher"(6) vorgesehen, aber die müssten auf jeden Fall aufgebohrt werden, und dann erhielte die Fahrbahnoberfläche an Stellen Öffnungen, wo ursprünglich keine waren, und das störte irgendwie den Originalitätseindruck. Wozu diese randverstärkten Sacklöcher auf der Unterseite allerdings sonst gedacht sein sollten, kann man in keiner Faller-"Instruction" nachlesen, ganz zu schweigen übrigens von der Tatsache, dass in keiner Fahrbahnpackung überhaupt eine Erklärung mitgeliefert wurde. Zumeist fanden sich auf der Verpackungsrückseite Hinweise zur Integration der Fahrbahnteile in das System, aber damit war der Informationsquell auch bereits erschöpft. Bisher völlig unklar ist die Bedeutung des schraffierten Bandes von rillenförmigen Erhebungen(7), was sich von Rand zu Rand zieht und unter manchen Fahrbahnen zu finden ist. In der AUTO-MOTOR-SPORT-Broschüre 951 von 1964 ist dieses Band in der Zeichnung einer
Anschlussfahrbahn überdeutlich hervorgehoben, aber nicht erklärt.
Fahrbahnen aus dem AMS-Programm und der AMS-Racing-Linie besaßen die gleichen Katalognummern, weshalb sie hier nacheinander aufgelistet sind. An der folgenden Liste werden dank der umfangreichen Mithilfe befreundeter AMS-Fans kaum noch Detailkorrekturen erforderlich sein, und sie ist damit als Sammler-Referenz verlässlich. Bei den vorangestellten Nummern handelt es sich immer um die Katalognummern der Packungen mit den entsprechnden Zusammenstellungen. Fahrbahnen, die einzeln nicht im Faller-Jahreskatalog angeboten wurden, sind unter ihrer Produktionsnummer gelistet, die unter der Fahrbahn steht.
- 438 Faller AMS einspurig Auto-Verladerampe, siehe auch 4538
- 450 Faller AMS einspurig Containerspiel Anschlussfahrbahn
- 451 Faller AMS einspurig Containerspiel Kehrschleifenfahrbahn
- 452 Faller AMS einspurig Containerspiel Abzweiggarnitur mit Handweiche rechts
- 453 Faller AMS einspurig Containerspiel Wendeplatz
- 454 Faller AMS einspurig Containerspiel Wendeplatz + Sperrfahrbahn (451 + 453)
- 4103 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Grade 03cm
- 4105 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Grade 05cm
- 4110 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Grade 10cm
- 4120 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Grade 20cm
- 4121 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Grade 03cm/05cm/10cm
- 4125 Faller AMS Racing zweispurig Grade 20cm biegbar
- 4153 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Grade 03cm/05cm
- 4222 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Bogen 54cm 22°
- 4245 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Bogen 54cm 45°
- 4330 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Bogen 31cm 30°
- 4345 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Bogen 31cm 45°
- 4360 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Bogen 31cm 60°
- 4360 Faller AMS zweispurig Bögen 31cm 30°/60°
- 4363 Faller AMS zweispurig Bögen 31cm 30°/60°
- 4390 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Bogen 31cm 90°
- 4407 Faller AMS zweispurig Fahrbahnpackung der Geschenkpackung 4007
- 4423 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Bogen 54cm/77cm 22°
- 4445 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Bogen 38cm 45°
- 4450 Faller AMS zweispurig Bögen S-Kurvenpackung
- 4490 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Bogen 21cm 90°
- 4491 Faller AMS zweispurig Bogen 22cm 90°
- 4492 Faller AMS Racing zweispurig Bögen 38cm 90°/45°
- 4503 Faller AMS einspurig Grade 03cm
- 4505 Faller AMS einspurig Grade 05cm
- 4510 Faller AMS einspurig Grade 10cm
- 4519 Faller AMS einspurig Anschlussfahrbahn
- 4520 Faller AMS einspurig Grade 20cm
- 4532 Faller AMS einspurig Bahnübergang 45°
- 4538 Faller AMS einspurig Auto-Verladerampe, siehe auch 438
- 4541 Faller AMS Autoverladung Autotransporter
- 4544 Faller AMS einspurig Bogen 23cm 45°
- 4545 Faller AMS einspurig Bogen 30cm 45°
- 4546 Faller AMS einspurig Zwischenbogen 38cm 45°
- 4553 Faller AMS einspurig Grade 3,0cm/4,5cm/8,1cm/11,5cm
- 4554 Faller AMS einspurig Bögen 23cm 3x90°, 2x45°
- 4555 Faller AMS einspurig Bögen 30cm 3x90°, 2x45°
- 4556 Faller AMS einspurig gemischte Kreisbögen 23cm 90°/30cm 45°
- 4557 Faller AMS einspurig Grade 3,0cm/4,7cm/10cm/20cm
- 4558 Faller AMS einspurig Abzweigung rechts elektrisch, Garnitur achtteilig
- 4559 Faller AMS einspurig Kreuzung Garnitur fünfteilig
- 4580 Faller AMS einspurig/zweispurig Kehre 180° mit außenseitigen Ranstreifen
- 4590 Faller AMS einspurig Bogen 23cm 90°
- 4700 Faller AMS zweispurig Anschlussfahrbahn von 1963
- 4700 Faller AMS zweispurig Anschlussfahrbahn von 1967
- 4701 Faller AMS zweispurig Anschluss- und Entstörfahrbahn
- 4701 Faller AMS zweispurig Entstörfahrbahn ohne Anschlüsse
- 4702 Faller AMS zweispurig Universal-Anschlussfahrbahn von 1969
- 4703 Faller AMS Racing zweispurig Anschlussfahrbahn von 1979
- 4706 Faller AMS Containerspiel Anschlusskabel Parkplatz
- 4707 Faller AMS Doppelkabelverlängerung
- 4710 Faller AMS zweispurig Abzweigung und Einmündung einspurig rechts
- 4712 Faller AMS zweispurig Abzweigungen zweispurig
- 4715 Faller AMS zweispurig Abzweigung zweispurig rechts
- 4716 Faller AMS zweispurig Abzweigung zweispurig links
- 4721 Faller AMS zweispurig Kreuzung mit einer Spur 4cm
- 4722 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Doppelkreuzung
- 4724 Faller AMS zweispurig Überholfahrbahn, nur im Katalog 1963/64 - 1965/66
- 4726 Faller AMS zweispurig Engstelle
- 4728 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Spurwechsel
- 4729 Faller AMS Racing zweispurig Doppelkreuzung
- 4731 Faller AMS zweispurig Bahnübergang 5,0cm
- 4732 Faller AMS zweispurig Bahnschranke elektromagnetisch, Fertigmodell
- 4733 Faller AMS zweispurig Bahnschranke elektromagnetisch, Bausatz
- 4735 Faller AMS zweispurig Schaltstück 10,0cm, nur im Katalog 1965/66
- 4740 Faller AMS/AMS Racing zweispurig Fahrbahnrundenzähler
- 4741 Faller AMS zweispurig gewölbte Fahrbahnen
- 4741 Faller AMS Racing Aurora Zeit- und Rundenzähler mit AMS-Schaltfahrbahn
- 4745 Faller AMS Racing Aurora Racing Controll Computer mit Aurora-Kontaktfahrbahn
- 4747 Faller AMS zweispurig Looping 25cm Durchmesser
- 4748 Faller AMS zweispurig Wippe und Sprungschanze
- 4751 Faller AMS Racing zweispurig Bruecke
- 4755 Faller AMS Racing zweispurig Looping groß
- 4770 Faller AMS zweispurig Steilwandkurve Auffahrten
- 4770 Faller AMS Racing zweispurig Schleuderstrecke
- 4771 Faller AMS zweispurig Bogen Steilwandkurve 38cm 45° Neigung 30°
- 4772 Faller AMS zweispurig Bogen Steilwandkurve 54cm 22° Neigung 30°
- 4777 Faller AMS zweispurig Bogen Steilwandkurve 38cm 45° Neigung 15°-30°
- 4777 Faller AMS Racing zweispurig Bogen Steilwandkurve 38cm 45° Neigung 30°
- 4778 Faller AMS Racing zweispurig Bogen Steilwandkurve 54cm 22° Neigung 30°
- 4779 Faller AMS Racing zweispurig Bogen Steilwandtrichter 38cm/54cm 45°/22° Neigung 30°
- 4780 Faller AMS zweispurig Sraßenüberführung, nur im Katalog 1963/64
- 4785 Faller AMS Racing zweispurig Superloop
- 4889 Faller AMS Fahrbahnklammern
- 4890 Faller AMS Fahrbahnkupplungen
- 4891 Faller AMS Anschluss-Kabelgarnitur von 1963
- 4901 Faller AMS Total-Säule mit el. Rundenzähler und Schaltstück
- 4903 Faller AMS Dunlop-Turm mit el. Rundenzähler und Schaltstück
- 5995 Faller AMS Racing zweispurig Übergang zum Aurora-AFX-System
- o.N. Faller AMS Racing zweispurig Loop mit Spurwechsel
- o.N. Faller Aurora AFX zweispurig Anschlussfahrbahn "Feuer-Alarm"