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Faller AMS Autos

Die Faller AMS Automodelle 1963 bis 1980
collection clasen: Faller AMS Mercedes-Benz 220 «Heckflosse» und Opel Kapitän

Zum Verkaufsbeginn der AMS-Produktpalette im Winterhalbjahr 1963/64 führte Faller sechs Automodelle im Programm,

die ersten 6 Faller AMS-Automodelle und eine Kartonverpackung von 1963

von denen jedes ein zur damaligen Zeit auf bundesrepublikanischen Straßen anzutreffendes Vorbild aus heimischer Produktion besaß. Alle sechs Karosserien waren aus jeweils einem Teil gefertigt mit angegossenen chromfarbig kolorierten Stoßstangen und teilweise ebenso gefärbten Front- und Heckleuchten-, sowie Kühlergrillimitationen. Bis 1974 sollte noch eine erhebliche Anzahl weiterer und zumeist deutlich besser detaillierter Fahrzeuge hinzukommen. Diese Autos und die im Rahmen der Modellpflege neu aufgelegten Karosserien aus der Erstlingsserie wiesen oft eingesetzte Lampenattrappen und verchromte Stoßstangen auf. Im Nachfolgenden wird der Versuch unternommen alle Modelle mit ihren Karosserie- und einigen Farbvarianten vorzustellen. Um das Auffinden eines bestimmten Modells zu erleichtern ist die Liste nach Katalog-Nummern geordnet, die ihrerseits nicht in allen Fällen die Chronologie des Ersterscheinungsdatums widerspiegeln. Wegen der hohen Vielfalt der Karosseriefarben sind nicht alle Varianten mit Bildern zu belegen. Erstens sind nicht von allen offensichtlich bekannten Ausführungen Bilder vorhanden, was sich allerdings mit freundlicher Unterstützung aus dem Leserkreis verbessern ließe, worüber der Autor sich sehr freuen würde. Aber zweitens, und das ist das weitaus größere Problem, ist für die zu erwartende Bildmenge nicht ausreichend Speicherkapazität im Rahmen dieses Webprojektes vorhanden, siehe auch das Vorwort zur "Neu"-Seite. Nun, letzteres ist ein generelles Problem der Entwicklung der gesamten Webseite und bedarf dementsprechend einer "globalen" Lösung, etwa so wie die aktuell 2009 stattfindende Wirtschaftskrise. Beides hat, so wie sich das gegen Ende 2010 darstellt, eine Lösung gefunden, wenn auch eine kostspielige. Das gilt im eigentlichen Wortsinn wirklich für beide Probleme. Wieso? Na, schauen Sie einmal auf die Schuldenuhr am Haus des Bundes der Steuerzahler in Berlin oder auf Ihre Kontoanzeige, wenn die Webspacegebühren regelmäßig abgebucht werden.

Zum Start 1963/64 trugen vier der sechs Erstlingsmodelle (MB 220, Opel Kapitän, VW 1200, Ford 17m) die Katalognummern 4801 bis 4804. So weit, so logisch. Aber schon der Porsche 356 und der Mercedes-Benz 190 SL erhielten die Nummern 4821 und 4822. Wir können mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die unterschiedliche Benummerung auf verschiedene Ausstattung der Fahrzeuge hinweisen sollte und als Hilfe für die Herstellung gedacht war. Vielleicht gab es nur die ersten vier Autos ganz zu Anfang mit dem von Atlas übernommenen Kronrad-Chassis, was bereits im gleichen Jahr durch das Schnecken-Getriebe abgelöst wurde.

collection clasen: Faller AMS Katalog 1964/65 Seite 12

1964/65 kamen neun Autos mit den Nummern 4851 bis 4859 dazu, die wohl nicht mehr mit Plattenchassis ausgerüstet wurden, sondern mit Kastenchassis oder, was zumindest für den Jaguar galt, schon mit Flachankerchassis. Interessanterweise war der Mercedes-Benz 230 SL als Cabriolet sofort lieferbar, während es das Coupé erst später zu kaufen gab. So steht es jedenfalls im Katalog. Das Bild zeigt die Seite 12, und da sind alle Artikel, die noch nicht lieferbar waren, statt mit einer Preisangabe mit einem Sternchen versehen. Das Sternchen heißt in der Computersprache auf englisch "Asterisk", von Programmierern nicht selten "Asterix" genannt, was nichts anderes bedeutet als Sternchen. Das Bild lässt sich mit zwei Klicks vergrößern, und dann kann man die Asterisks deutlich erkennen. Zusätzlich erschienen fünf Nutzfahrzeuge im Katalog mit den Ziffernfolgen 4871 bis 4875, die größtenteils auch erst sehr viel später lieferbar wurden. Alle Autos, die neu dazugekommen waren, hatte Faller mit einem roten "N" als Neuheit gekennzeichnet. Die Neuen, die kein "N" besaßen, waren allesamt noch garnicht lieferbar wie beispielsweise der Citroën, der aber gleichzeitig in der Komplettpackung 4009 bereits angeboten wurde. Vielleicht war er in den wenigen tatsächlich ausgelieferten 4009ern noch durch ein anderes Auto ersetzt worden. Andererseits war ja das MB-230-SL-Cabriolet offensichtlich sofort lieferbar, und das wahrscheinlich auch deshalb, weil der Benz in der Packung 4007 "Solitude" dem Jaguar E Gesellschaft leisten sollte, und diese Packung ist im Laufe der Jahre doch recht häufig verkauft worden. Die Jaguarkarosserie wiederum ist genau wie der Citroën für ein Blockmotorchassis zu flach, also musste der erste Flachankermotor bereits 1964 in den Handel gebracht werden. Der Polizei-Mercedes, der auch neu aber nicht lieferbar war, hielt sich immerhin bis zur Ablösung 1967 im Katalog ohne irgendein Sternchen, obwohl er eine reine Design-Studie mit ein paar Handmodellen blieb und nie in den Handel kam. Das lag wahrscheinlich daran, dass die Serienreife des Blaulicht-Mechanismus sich noch hinauszögerte. Als es dann endlich soweit war, war das Vorbild des Mercedes-Benz 220 schon so weitgehend veraltet, dass Faller auf eine Modellpflege verzichtete und die MB-220-Karosserie gänzlich aus dem Programm strich. Man beachte außerdem, dass der Büssing-Lkw im Katalog nur eine Hinterachse besitzt. Ausgeliefert wurde er später zunächst mit zwei Hinterachsen. Die Plane auf dem Lkw-Anhänger hingegen, die jahrelang im Katalog ebenso zur Darstellung kam wie die Schutzbleche der Vorderachse, hat es nie gegeben.

collection clasen: Faller AMS Katalog 1965/66 Seite 14

1965/66 verschwanden bereits drei Autos der ersten Serie aus dem Katalog, und die drei verbliebenen (VW 1200, Ford 17m, Porsche 356) bekamen die neuen Katalognummern 4833 bis 4835. Alle im letzten Jahr neu erschienenen Fahrzeuge behielten ihre Nummern der 50er- bzw 70er-Serie. Ein Auto kam neu in den Katalog und erhielt seltsamerweise die Nummer 4832: der Opel Diplomat. Vielleicht erfolgte in diesem Katalogjahr der Modellwechsel der alten Karosserien jeweils vom einfacheren Typ 1 mit angegossenen Stoßstangen auf den Typ 2 mit separaten Chromteilen und Lampeneinsätzen, vielleicht aber auch schon im Jahr zuvor, denn auch die neuen chrombewehrten Schicksen trugen im Inneren noch ihre alte Produktionsnummer. Die Blaulichtfahrzeuge und der Lkw mit Anhänger waren immer noch nicht lieferbar, letzterer wurde nun für 1966 angekündigt. Ein seltener Artikel fand noch auf der gleichen Katalogseite Erwähnung: Nummer 4893 "Auto-fit" für fünfzig Pfennig. Keine Ahnung, was man sich darunter vorzustellen hatte. Später wurde unter der Katalognummer 4893 der Selen-Schleifer angeboten.

Es gab es keinen Faller-Jahreskatalog 1966/67. Der nächste trug die einfache Jahresangabe 1967. Der vagen Erinnerung nach kam dieser Katalog aber bereits 1966 und zwar rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in die Spielwarenläden. So wird es mit den weiteren Katalogen mit einfacher Jahreszahl auch gewesen sein. 1971 änderte Faller die Jahrgangsbezeichnung wieder retour in 1971/72, also hieße das, dass es 1970 keinen eigenen Faller-Jahreskatalog gab, weil der mit 1970 bezeichnete Katalog ja bereits 1969 zum Spätherbst erschien, und der 1971/72erKatalog sicher erst im Spätherbst 1971 herauskam. Wenn man also den Ersterscheinungszeitpunkt bestimmter Modelle im Katalog nachvollziehen will, muss man dieses beachten: Im Herbst 1970 gab es keinen Katalog, obwohl es einen Katalog von 1970 gibt. Wollte man sich nicht der Meinung anschließen, dass die neuen Kataloge jeweils zum Weihnachtsgeschäft pünktlich im Herbst auf dem Ladentisch lagen, dann bedeutete dies, dass es 1966 keinen eigenen Jahreskatalog gegeben hätte. Das ist indes mehr als unwahrscheinlich, denn Klein-Fritz hätte damals im Haushaltswarenladen am Platz vorne aufs massivste Protest eingelegt, was ohne Zweifel als eine ernstzunehmende Sicherheitsbedrohung für den spielwarentechnischen Weltfrieden im allgemeinen und den Seelenfrieden der ohnehin aufs äußerste belasteten Inhaberin des Haushaltswarenladens im besonderen in die Geschichtsbücher eingegangen wäre. Dort steht aber nur belangloses Zeug wie "kalter Krieg" und "Cuba-Krise" und "Atom-Wettrüsten" und solche Sachen. Sicher ist immerhin, dass nun auch der Lkw in den Handel kam, denn des Autors Auto stammt aus diesem Jahr. Am Blaulichtmechanismus werkelte man in Fallers Bastelkeller möglicherweise noch herum, vielleicht gab es aber den VW-Bus "Bulli" als Krankenwagen Ende 1966 schon zu kaufen.

collection clasen: Faller AMS Katalog 1967 Seite 16

Kurioserweise waren im Katalog 1967 die Cabriolet-Versionen vom MB 300 SL und vom Cadillac verschwunden, und sie blieben bis zum Ende der AMS-Zeit ohne Katalogerwähnung. Ab 1967 war also der Mercedes-Benz 230/280 SL das einzige Cabrio, was man als AMS-Fertigmodell kaufen konnte. In den Karosserie-Bausätzen des MB 300 SL und des Cadillac lag allerdings neben einem Hardtop auch eine Cabriolet-Frontscheibe, sodass die Freiluftversionen weiterhin gebaut werden konnten, und wahrscheinlich entstammen die meisten heutzutage verfügbaren Cabrios diesen Bausätzen. Weggelassen hatte Faller 1967 auch den sowieso nie produzierten Polizei-MB 220. Dafür gab es Ersatz in Form eines Polizei-VW und eines Polizei-Opel-Admirals, also für Ordnung auf den AMS-Straßen war endlich gesorgt. Mit den Nummern 4876 und 4877 reihten sie sich in die Spezialfahrzeuge ein. Seltsamerweis erhielt der ebenfalls neu erschienene Tankwangen die Nummer 4880. Vielleicht wollte Faller noch ein wenig Platz lassen im Nummernschema für andere Pkw-Spezialfahrzeuge. Zwei weitere Autos gaben ihr Debut im Jahreskatalog 1967: die GT-Fahrzeuge Porsche GT und Ferrari GT, die interessanterweise wieder in die 30er Reihe einsortiert wurden (4837 und 4836). Das hatte ganz offensichtlich nichts mit ihrer Motorisierung zu tun, sondern Faller füllte vermutlich nur die bisher leergebliebenen Ziffernfolgen auf. Die Benummerung spielte wohl keine Rolle mehr, weil sowieso eine Totalrevision anstand.

1968 änderte Faller alle Bestellnummern für die AMS-Fahrzeuge, wohl weil das System durch die vielen Änderungen im Sortiment undurchschaubar geworden war. Deshalb sind den Fertigmodellen, die sowohl vor 1968 als auch nachher vertrieben wurden, in der folgenden Liste mindestens zwei verschiedene vierstellige Katalognummern zugeordnet, eine mit der Ziffer vier und eine weitere mit der Ziffer fünf beginnend. Autos, die 1968 nicht mehr im Programm blieben, wie beispielsweise der Opel Kapitän, sind dementsprechend nur unter der Vierer-Nummer gelistet, während andere, die erst ab 1968 produziert wurden, wie z.B. der Formel-Rennwagen, nur unter der Fünfer-Nummer aufgeführt sind. Bis einschließlich 1967 gab es für jedes AMS-Modell nur eine einzige Bestellnummer (daneben gab es Karosserien mit Carina-Schiebechassis 1967-1968, 30..), die ab 1964 verfügbaren Bausätze waren durch ein der Nummer vorangestelltes "B-" erkennbar. Ab 1968 unterschied Faller Fahrzeuge mit Blockmotor (55..) respektive Flachankermotor (56..), Autos mit Flachankermotor und Spezielübersetzung für Verkehrsspiele ("Stadtgetriebe" 58..), Spezialfahrzeuge, wie z.B. Blaulicht-Autos, Bus und Lkw (57..), Bausätze ohne Motor (51..) oder mit Flachankermotor (53..), Anhänger ohne Motor (59..) und später zusätzlich Karosserie-Sammelpackungen ohne Motoren. Aus diesem Nummernschema fiel nur die letzte AMS-Neuentwicklung heraus, der 1974 vorgestellte Container-Lkw mit der Katalognummer 480. Die nachfolgende Liste verwendet jeweils die Katalognummern, unter denen die Komplettfahrzeuge erstmalig im Katalog auftauchten, andere Angaben finden sich gegebenenfalls auf der Seite des benannten Automodells. Die in den Jahren 1967 und 1968 unter dem Namen "Carina" von Faller herausgebrachten Autos waren für kleinere Kinder zum Schieben gedacht. Die Chassis unterschieden sich deutlich von denen der motorlosen AMS-Bausätze, wohingegen die Karosserien mit den AMS-Typen identisch waren. Alle sechs alten Modelle der ersten Herstellungsserie, die zum Teil 1966 bereits aus dem AMS-Katalog gestrichen worden waren, scheinen als Carina-Modelle zumindest bis 1969 eine Überlebenschance besessen zu haben.

Faller hat auch gelegentlich die Fahrzeugbezeichnung geändert: so wurde aus dem VW 1200 still und leise irgendwann der VW 1300, aus dem Mercedes-Benz 230SL der 280SL, und aus dem Ford 17m der Ford 20m. Letzterer stellt ein völlig neues Modell dar, während der VW lediglich geringen Formänderungen unterworfen wurde, und der Mercedes so blieb, wie er war. Die Mehrheit aller Karosserien erlebte im Verlaufe der AMS-Zeit eine Modellpflege, das heißt Faller veränderte die Spritzgussform, wenn auch gelegentlich nur geringfügig und zuletzt offensichtlich nur deshalb, damit die gleiche Karosserie gleichzeitig als HitCar-Modell verwandt werden konnte. HitCar hieß ein weiteres Spiel mit AMS-Automodellen und einem schweren Chassis aus Metallguss, was Faller in den Jahren 1969 bis 1980 vermarktete. Auch später noch sind HitCars sicheren Wissens zumindest in der Tschechoslowakei und in Griechenland unter anderer Herstellerangabe verkauft und vermutlich auch produziert worden. Die AMS-Pkw-Karosserien eigneten sich grundsätzlich alle für die Verwendung als HitCar-Modell. Umgekehrt war das nicht so, weil mehrere HitCars zu flach konstruiert worden waren, und daher selbst den Flachankermotor nicht aufnehmen konnten. Wenn sich manche der späten AMS-Karossen auf den ersten Blick nicht von den HitCar-Varianten unterschieden, so gab es doch ein Kriterium, anhand dessen die Zugehörigkeit zur jeweiligen Modellpalette sichtbar wurde: Hit-Car-Modelle besitzen in der Regel etwas kürzere "Schraub"stutzen (Schraubdome) mit quadratischen Öffnungen, weil die Metallgusschassis dort mit einem entsprechnden Dorn nur eingesteckt wurden. AMS-Chassis dagegen wurden untergeschraubt, und demgemäß ist die Schraubenaufnahme im Schraubstutzen der Karosserie mit einer runden Öffnung versehen. Wenn man sicher gehen will, muss man also das Chassis abschrauben. Die Länge der Stutzen, auch wenn bei HitCars oft kürzer als bei AMS-Autos, stellt kein sicheres Unterscheidungsmerkmal dar, der Innenquerschnitt des Stutzens hingegen ist eindeutig. Allerdings lässt sich auch ein ursprünglich quadratischer Innenquerschnitt nach wiederholtem "Ausfräsen" mit Schrauben kaum mehr von einem runden unterscheiden, zumal in den Fällen, in denen erwartungsgemäß der Schraubstutzen eingerissen und eventuell repariert worden ist. Warum die Unterscheidung so wichtig ist? Ist sie nicht wirklich, aber in Sammlerkreisen werden seltene Farben teuer bezahlt, mindestens mit dem fünffachen des Preises einer häufigen Karosseriefarbe. Wenn man die Metallicfarbe eines HitCar-Modells ablaugt, zeigt das zum Vorschein kommende Plastik mitunter eine für AMS-Karosserien sehr seltene, oft sogar nie produzierte Durchfärbung. Wer weiß aber sicher, ob nicht doch die eine oder andere seltene Farbe vielleicht auch den Weg in eine AMS- oder österreichische HObby-Geschenkpackung gefunden hat? Ein kleines Laugenbad mit anschließendem Ausleiern des Schraubstutzens machen sich dadurch unter gewissen Umständen hochbezahlt. "Das macht mich ich aber jetzt stutzig", stutzte der Stutzen, als ihn der Stutzer stutzte. Uns allen kann das herzlich gleichgültig sein, denn wir würden ja nie so verrückt sein für ein Stück Plastik mit dem Materialwert von ein paar Eurocent horrende Summen auszugeben, nicht wahr? Grässlicher Gedanke, wenn die horizontale Schnittfläche des Hohlraums im Schraubstutzen des teuren khakibraunen Sonder-Exportmodells für den unbewiesenen aber immer vehement kolportierten ominösen Großhändler aus dem goldenen Westen in Wirklichkeit quadratisch wäre! Das wäre etwa so, als hätte Heinrich Schliemann seinerzeit statt Troja den Abraumberg von Wanne-Eickel ausgegraben.

Bis zu fünf verschiedene Formvarianten sind bei AMS-Karosserien bekannt. Eine sehr verdienstvolle Auflistung der Typen und der Versuch einer Farbvariantenbeschreibung finden sich im lesenswerten Werk "Das große AMS-Buch" von Hick und Müller, deren Typisierung im nachfolgenden zugrunde gelegt wird. Dabei bleibt die "AMS-Autos"-Seite den Karosserien vorbehalten. Die Chassisvariationen werden unter "Technik" abgehandelt. Einzig für den Mercedes-Benz 220 und möglicherweise für den Mercedes-Benz 190 SL scheint Faller manche der anfänglichen Plattenchassis mit grauen Felgen ausgerüstet zu haben, die einen Mercedes-Stern trugen. Sonst sind die Chassis mit allen Karosserien verwendbar, wenn man von den bauartbedingten Zuordnungen (flache Karosserien nur mit Flachankermotor, eigene Chassis jeweils für den Formel-1-Rennwagen und den Chaparral, größere Lkw-Räder und entsprechend längerer Führungsstift, Blaulichttechnik bei Einsatzfahrzeugen) absieht. Weil die Plattenchassis der ersten Modelle relativ leicht waren und wenig Haftreibung erzeugten, rüstete Faller manche Karosserien mit Bleigewichten aus, die im Heck befestigt waren ("Heckgewicht"). Davon gibt es grundsätzlich zwei Variationen. Beim Jaguar E und beim VW kommen Karosserien mit im Dachhimmel eingeklebtem Bleigewicht ("Dachgewicht") vor. Längst nicht alle Karosserien des gleichen Auto-Typs wurden so verbessert, und wonach der Hersteller seine Auswahl traf, ist dem Autor bis heute verborgen geblieben. Vielleicht kann jemand mit Kompetenz gelegentlich Licht in das Dunkel bringen.