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Faller AMS Autos

Faller AMS 4836 Ferrari GT
collection clasen: Faller AMS 4836 Ferrari GT

Der Sammlung eines Fallerfreundes verdanken wir das instruktive Bild eines AMS-Ferrari GT, Version Nr drei. Der erste Ferrari erschien 1966 im AMS-Teil des Faller-Kataloges. Das war unbestreitbar die Version Nr eins: eine schmale, nur 23mm breite Karosserie, die außerdem ein wenig kürzer gehalten war als die Folgemodelle. Neben dem Porsche GT (erste Version), dem Porsche 356 und dem dreiachsigen Lkw war das die einzige Karosserie mit kurzem Radstand. Die Versionen zwei bis vier erforderten im Chassis den üblichen langen Radstand und besaßen eine Breite von 26,5mm. In der dritten Variante hatte Faller die Scheibenwischer weggelassen, und zu guter Letzt waren auch noch die Scheinwerfereinsätze, kleine durchscheinende Plastiklinsen, dem Rotstift zum Opfer gefallen. Die letzte Version unterschied sich somit nur noch durch den Querschnitt der Schraubdomlichtung (rund statt quadratisch) vom gleichartigen HitCar-Modell, zumal die bei HitCar so beliebten Metalliclackierungen zum Schluss wohl auch beim AMS-Modell in den Karosseriepackungen vorkamen. Die Karosserie ist offenbar tonnenweise hergestellt und ebensohäufig als Testobjekt für Parabelflüge vom Küchentisch oder als Fußabtreter für die lieben Kleinen missbraucht worden, sodass heute zwei intakte Scheinwerfereinsätze, eine komplette Verglasung, Spoilerkanten ohne Abbrüche und ungeknickte A-Säulen alleine ein Modell fast in den Sammelstatus erheben können. Sie ist, zugegeben, wegen ihrer Kompaktheit und der fehlenden Überhänge allerdings in hohem Maße renntauglich und mit einem schnellen Flachankerchassis versehen auch heute noch in jedem Rennen mit ausgeprägtem Spaßfaktor ausgezeichnet.

Im Bild gut zu erkennen ist eine gewisse "Hochbeinigkeit". Wie wir alle wissen, ist gewiss immer ungewiss, und so gibt es auch tiefer liegende Karosserien. Die hohe Straßenlage rührt von der Länge der Schraubdome her und wird durch das Aufmontieren von Messing-Schraubhülsen noch verstärkt. Die Schraubdome können von Hand gekürzt werden, aber Vorsicht! Sind sie zu kurz, kann das vordere Metallzahnrad des Flachankergetriebes am Unterrand der Windschutzscheibe scheuern oder sogar anschlagen, und das tut beiden nicht gut. Beim Kürzen der Dome ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Sonst gilt, wie auch in anderen Kapiteln der Technik: dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz. Warum es überhaupt unterschiedliche Längen der Schraubdome gab, entzieht sich des Autors Kenntnis, denn ein Blockmotor passt unter die Ferrarikarosserie zwar vom Schraubenabstand aus betrachtet darunter, aber nur mit überlangen Schrauben, und der Ferrari sieht dann aus wie ein kleiner Beduine im Schneidersitz auf einem Dromedar mit Dali-Beinen.