collection clasen

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Faller AMS Autos

Faller AMS 480 (481) Container Car 1974 (1975) - 1980
collection clasen: Faller AMS 480 und 481 Container Car

Oha! Auch hier hätte es beinahe gescheppert. Die hintere Achse ist vom Aufprall noch ganz durcheinander und hat noch nicht auf den Boden zurückgefunden. Der Container Car, wie Faller seinen Container-Transporter neuhochdeutsch nannte, passte eigentlich von der Höhe her nirgendwo in die zierliche Faller-Gebäudelandschaft, deren Häuschen oft einem weit feineren Maßstab unterworfen waren. Anlagen mit dem Container-Spiel waren daher eher wirklich als Spiel-Anlagen gedacht, weil auf dem im Hobbyraum oder Kinderzimmer allenfalls zur Verfügung stehenden Platz aus keinem Blickwinkel eine einigermaßen zufriedenstellende Perspektive zu gewinnen war. Der Container-Lkw war trotz seiner für Kinderhände konstruierten Robustheit - immerhin wurde bei Fallers die Ladefläche in Metall hergestellt - dennoch ein auch im Detail ansehenswertes Modell. Er fand in den Katalogen zwischen 1974 und 1980 Erwähnung, und zwar unter der Bestellnummer 481 (1975 - 1980) in einer Variante mit Schiebechassis, in der er auch der Geschenkpackung 402 "Container-Terminal" beilag, und als motorisiertes Modell unter der Nummer 480. Das Schiebechassis war ein zumeist hellgraues Flachanker-Motor-Chassis der letzten Generation ohne angenietete Blechteile. Als Inhalt des "Container-Terminal" überlebte der unmotorisierte Container Car im Katalog bis 1982. Damit ist er das letztverkaufte Faller-AMS-Automodell. Der motorisierte Wagen lief auf dem Zink-Chassis mit Lkw-Verkehrsgetriebe. Im Gegensatz zur Karosserie der anderen dreiachsigen Lkw, die einen kurzen Radstand mit zurückversetzter Vorderachse erforderte, benötigte der Container-Car-Aufbau den bei fast allen AMS-Autos üblichen langen Achsstand. Als Führerhaus passte nur die Mercedes-Benz(MB)-Kabine, das Büssing-Führerhaus erwies sich als zu klein. Alle Farbvariationen der MB-Kabinen sind offensichtlich mit den blau oder orange lackierten Ladeflächen kombiniert worden.

Wie bei den Fahrzeugen der zweiten Generation "Autoverladung" konnte der Container Car vor- und rückwärts fahren, weshalb ein weiterer Führungsstift im Bereich der Hinterachsen montiert war. Das zum Fahrtrichtungswechsel erforderliche Umpolen geschah durch das Auswählen der entsprechenden Halbwelle am "Mehrzweck-Schaltpult" 432. Der Lkw fuhr daher immer ohne Selengleichrichterplättchen, und ein unabhängiges Hintereinanderfahren von zwei Fahrzeugen in einem gemeinsamen Stromkreis war nicht möglich. Faller hat dieses kleine Manko geschickt umgangen, indem für Verladestellen in der Anlage Abschnitte unterteilt wurden, die man ebenfalls mit dem Schaltpult 432 stromlos stellen konnte. So ließen sich ein oder mehrere Verladevorgänge im Spiel darstellen, während auf der freien Strecke ein Fahrzeug bewegt wurde. Verladen konnte man die Container motorisch gesteuert mittels der Containerbrücke (in 402 und 408) auf entsprechende H0-Eisenbahnwaggons von Faller oder auf einen freien Platz neben der Fahrbahn. Der Container ließ sich aber auch einfach auf der Verladerampe 435 (in 406 und 408) ablegen. Diese Verladerampe übernahm das Auf- und Abladen ganz automatisch und rein mechanisch: Der beladene Lkw fuhr rückwärts hinein, die Rampe nahm ihm den Container ab, und das Fahrzeug konnte wieder herausfahren. Beim nächsten Einfahren wurde der Container wieder aufgeladen.

Es gab vier Arten Container, die allesamt die gleichen Maße aufwiesen: einfache, sogenannte Box-Container, Kühlcontainer wie oben im Bild zu sehen mit der Nachbildung des Kühlaggregats im Container-Rahmen, "Open-Top"-Container mit der Nachbildung einer Abdeckplane als oberer Abschluss und Tank-Container, walzenförmige Kessel in einer Rahmennachbildung. Die Container waren in Sammelpackungen zu vier Stück erhältlich und dürften vermutlich immer als Zubehör zu den entsprechenden Komplettpackungen hinzugekauft worden sein, denn ein echtes Container-Spiel ließ sich ja kaum mit einem oder zwei Containerchen alleine wirklichkeitsnah gestalten.