Die Standard-Packung 4002 war eine der ersten drei Geschenkpackungen, mit denen Faller zu Weihnachten 1963 den Verkauf der AMS-Modellserie begann. Während die anderen beiden Geschenkpackungen 4001 und 4004 bereits ein Jahr später im Katalog 1964/65 nicht mehr vetreten waren, hielt sich die 4002 immerhin ganze fünf Jahre lang bis 1967. Zwar wurden die Autos 1967 durch neuere Konstruktionen und die Schaltpulte 4030 duch Fahrregler 4031 ersetzt, aber das Deckelbild blieb identisch. Das führte am Schluss der Verkaufszeit gelegentlich zur Verwirrung, waren doch ältere Packungen mit völlig anderen Fahrzeugen und Technik ausgestattet als neuere, sodass es schon elektrotechnisch nur begrenzt möglich war eine Anlage aus zwei 4002-Packungen unterschiedlichen Fabrikationsjahres zusammenzubauen. Die Packung enthielt schließlich 1967 einen Mercedes 300 SE und einen Cadillac Coupe, das Deckelbild zeigte aber immer noch den Mercedes 220 und den Opel Kapitän, der zu dieser Zeit im Straßenbild bereits als Oldtimer galt.
Die 4002 ist eine der am häufigsten verkauften Zusammenstellungen wenn nicht sogar die meistverkaufte AMS-Komplettpackung überhaupt. Obwohl seit ihrer Einführung 1963 eher als Ausgangspunkt für den Aufbau von sogenannten "Verkehrsanlagen" gedacht, versuchte Faller gleich von Anfang an dem AMS-System ein sportliches Image zu verleihen um eine Verkaufsschiene unabhängig von der H0-Modellbahn zu eröffnen. So findet sich auch auf dem Deckelbild der 4002 eine Rennszene, die vielleicht damals einen "Dreikäsehoch" staunen machen konnte, heute aber eher Tränen der Rührung hervorbringt: ein braver Mercedes-Benz 220, immerhin seinerzeit die "/8-Karosse" mit sage und schreibe acht Millimeter dickem Blech, donnert an einem noch braveren Opel Kapitän vorbei. Im Original hatte der Überholvorgang vermutlich drei Kilometer in Anspruch genommen, und der Beifahrer wäre darüber eingeschlafen, wenn er nicht heimlich in einem Männermagazin geblättert und das Knie von Marylin Monroe entdeckt hätte. Rechtzeitig scheint er sich aber wieder auf das Rennen zu konzentrieren und wirft dem überholten Opel einen fachmännisch taxierenden Blick zu, während der Opel-"Kapitän" wie wild an seinem Steuer kurbelt vielleicht um aus seinem Racer die letzten PS herauszukitzeln. Überhaupt PS, die Abkürzung für Pferdestärken, eine Erinnerung an die Tage der Kutschen, hat sich trotz der längst vollzogenen Einführung der Maßeinheit Joule bis heute gehalten, und die ursprüngliche Bedeutung gerät langsam in Vergessenheit.
Aber weiter zum Bild: Weißwandreifen, so hießen die Pneus, die der Zeichner uns dargestellt hat, waren der absolute Hit im Beginn der sechziger Jahre. Sie waren teurer als die simplen schwarzen Gummilatschen und viel empfindlicher, zumindest äußerlich, weshalb die Samstagnachmittags-Beschäftigung - vormittags war Schule, und der Vater war noch auf der Arbeit - der Söhne darin bestand mit einer Bürste und Seifenlauge diese Schmutzfänger wieder in ein strahlendes Weiß zu verwandeln, damit die Familie am Sonntag bei der Erbtante den rechten Eindruck hinterließ. Nicht dass der Eindruck am Sonntag dem Nachwuchs nicht eigentlich völlig schnuppe ("schnuppe" ist ein echter Ausdruck von damals, heißt soviel wie "banane") gewesen wäre, aber am Ergebnis der Samstagsbemühungen bemaß sich oft das Taschengeld, und das wurde für den abendlichen Kinogang dringend benötigt. Der Eindruck, den man da zu hinterlassen hoffte, hing seinerseits häufig unmittelbar mit der eigenen Spendabilität zusammen, und so griff ein Rad ins andere und sorgte für Bewegung.
Auf dem Deckelbild der 4002 liegt der Mercedes in Führung, und das sollte auch für alle weiteren Deckelbilder gelten, die Faller zeichnen ließ. Offenbar war die heimische Automarke trotz der gelegentlich zu bemerkenden Rivalität zwischen Baden ("'s gibt badische und unsymbadische.") und Württemberg ("über Baden lacht die Sonne, über Württemberg lacht die Welt") für den Auftraggeber so wertvoll, dass alle Schulbuben damals die heimliche Botschaft mit auf den Lebensweg bekamen: "Mercedes liegt vorne". Sogar gegenüber der Sportwagenmarke Porsche findet sich auf den mehr Rennbahn-orientierten Geschenkpackungen der jeweilige Mercedes im Vorteil, und das will schon etwas heißen... . Für Ausgleich sorgte Faller, wenn kein Mercedes auf dem Bild erschien: dann hatte Porsche die Nase vorn z.B. gegenüber Ferrari. Michael Schumacher war noch nicht geboren, und Papier bzw. Pappe war und ist geduldig. Auf dem Deckel der 4002 jedenfalls spielt sich ein ganzes Rennen ab. Im Hintergrund tobt gerade ein Ford Taunus 17M, im Volksmund auch "Badewanne" genannt, den Hügel herunter, auf dessen Höhe soeben ein VW-Käfer erscheint. Das hat nun nicht einmal ein Drittklässler als echtes Rennen wahrgenommen, aber die wurden damals auch nicht und zu nichts befragt. Schön anzusehen sind die kolorierten Zeichnungen noch heute, und für Faller erfüllten sie ihren einzigen Zweck: Reklame. So waren auf einem Bild gleich vier der sechs Autos dargestellt, mit denen 1963 das AMS-Programm startete.
Es gab übrigens mindestens zwei verschiedene Ausführungen des Deckels und fünf unterschiedliche Styropor-Einsätze. Der Webmaster des schwedischen AMS-Clubs hat den Autor darauf aufmerksam gemacht, dass tatsächlich drei verschiedene Deckel existieren. (Es geht doch nichts über die alte Skandinavia-Connection - mange takk, Mats!) Während das Deckelbild beibehalten blieb, wurde die Bedruckung der Deckelränder dem erweiterten Fahrzeugsortiment angepasst. Zeigten die Innenränder zunächst nur die sechs Autos der ersten Serie, so fand sich dort etwa ab 1964-65 nach Abverkauf der ersten Variante das erheblich erweiterte Fahrzeug-Angebot.
Gleichzeitig erschien auf dem Deckelaußenrand das 5-cm-Fahrbahnstück, was erst ab 1964/65 zur Ausstattung gehörte. Und dies macht auch gleich den Unterschied zwischen den beiden neueren Deckeln: zunächst wurde es lediglich dem außen aufgedruckten Fahrbahnsortiment hinzugefügt - ohne weißen Rand, einfach auf den gelben Deckel gedruckt, so als sei es erst einmal vergessen worden. Diese Deckelvariante zeigte innen bereits das erweiterte Fahrzeugangebot, allerdings immer noch angeführt vom Mercedes-Benz 220 Heckflosse mit der Faller-Bestellnummer 4801. Ein Jahr später war der Benz aus dem Programm der einzeln verkauften Autos (und seltsamerweise nur dort, siehe unten) herausgenommen worden, und auf dem Deckelinnenrand führte nun der Opel Admiral die Autoparade an. Jetzt erhielt auch das 5-cm-Ausgleichsstück seinen weißen Rand wie alle anderen Fahrbahnen. Dieser dritte Deckel blieb dann bis zum Ende der Verkaufszeit unverändert. Die zweite Ausgabe des Deckels dürfte dementsprechend die seltenste sein. Sie kann auf der Webseite des schwedischen AMS-Clubs (http://www.faller-ams.se) bewundert werden. Auf der ersten Deckel-Variante war der Anfangspreis von 1963 mit DM 39,00 aufgedruckt (1964 bereits DM 44,00, 1965 DM 48,00), die dritte zeigte einen Preis von DM 54,00, der laut Katalog ab 1967 galt.
Der allererste Styropor-Einsatz trug ein AMS-Logo da, wo bereits im gleichen Jahr ein Fach für Kleinteile untergebracht wurde, so wie das beim Einsatz der Sportwagenpackung 4004 auch angelegt war. Von oben gesehen gleichen sich die Inlets der 4004 und 4002 vollständig. Sie sind aber nicht gleich, die 4004 ist wegen der höhren Anzahl der Fahrbahnen dicker als die 4002, und zwar um genau zwei Fahrbahnhöhen, also 1,5 cm. Beide Styropor-Einsätze des ersten Verkaufsjahres waren nicht im Katalog abgebildet, 1963/64 wurden nur die Deckelbilder der Komplettpackungen gezeigt. Schon im Katalog von 1964/65 fand sich der Einsatz vollständig überarbeitet, und der Inhalt neu geordnet. Die vermutlich vorletzte Variante unterschied sich dann nur durch eine seltsame Abflachung der Seitenwand des Faches für die graden Straßenteile, die den Eindruck vermittelt, als ob eine andere Fahrbahn, z.B. eine Doppelkreuzung, dort eigentlich Platz finden sollte. Das sieht so aus, als habe man bei Fallers eine 4003 gleich mitplanen wollen. Die 4003 kam auch später zunächst im gleichgroßen Karton daher, aber der Styroporeinsatz ließ sich dennoch nicht dafür verwenden. Beim Einlegen einer Kreuzung in die Styropor-Aussparungen muss einer der Fahrregler 4031 sein Fach verlassen, und woanders passt der aber wiederum nicht hin. Die Handregler 4033 zu verwenden, war vermutlich deshalb nicht klug, weil sich noch genug Pultregler 4031 im Lager langweilten, und die mussten zerst einmal unters AMS-Volk gejubelt werden. Überhaupt scheinen im letzten Jahr nur noch die Reste der 4002-Packungen verbraucht worden zu sein, denn der technisch erheblich veränderte Packungsinhalt lag eher etwas unglücklich in dem Styropor-Einsatz herum, der nun weder für die 4002, noch für die 4003 so richtig zu gebrauchen war. Die letzte Inlet-Variante unterschied sich von der vierten nur durch die Anordnung der Kleinteile-Fächer (Vielleicht sollten hier ursprünglich Handregler 4033 hinein?), ihre verräterischen Ausnehmungen für die Doppelkreuzung hatten die Designer nicht mehr geändert.
Der Inhalt der 4002 wurde ständig verändert: Kam bei den Fahrbahnen laut Katalog ab 1964 lediglich ein gerades 5cm-Ausgleichsstück dazu, wurden die Fahrzeuge wiederholt ausgetauscht. 1963/64 und 1964/65 bestand die Standardbestückung der 4002 aus einem Mercedes 220 (meistens hellblau) und dem Opel Kapitän (meistens rot). Die Autos sollten sich offenbar farblich den beiden Schaltpulten 4030 zuordnen lassen. Der Mercedes 220 stimmte in der Tat mit dem blauen Schaltpult recht gut überein, während das hellbraun getönte Pult eher zu dem später eingesetzten Opel Admiral passte. 1965/66 verschwand der Kapitän gänzlich aus dem AMS-Programm und machte seinem Nachfolger, dem Opel Admiral, Platz, der auch in der 4002 verkauft wurde unter der schamhaften Katalogbezeichnung "Opel", nunmehr ohne Angabe der Bestellnummer, die natürlich 4832 hätte lauten müssen statt 4802. Interessanterweise blieb im gleichen Katalog von 1965/66 der Mercedes 220 als Bestandteil der Packung 4002 abgebildet, tituliert als "Mercedes", obwohl auch er in der Aufstellung der einzeln angebotenen Autos bereits nicht mehr vorkam. Spätestens 1966 wurde auch der Mercedes 220 durch seinen Nachfolger, den Mercedes 300 SE Coupé, ersetzt. Nun fanden sich auch wieder die richtigen Bestellnummern im Katalog. Statt zweier Schaltpulte 4030 gehörten nun zwei Fahrregler 4031 und ein Universalschaltpult 4019 zur elektrotechnischen Ausstattung, womit die Anlagenverdrahtung komplett umgestellt wurde. Wollte man die neuen Geräte für eine alte Anlage verwenden, musste man zur Schere greifen, die Stecker abschneiden und die Litze irgendwie mit den alten oft brüchigen Steckern verbinden. Dazu existiert sogar in der Verpackung eines einzeln verkauften Fahrreglers 4031 eine Anleitung, bei Faller immer "Instruction" genannt. Die Instruction in der 4002 war inzwischen mehrfach überarbeitet worden, im Katalog erschien die Styropor-Einsatz-Variante Nr fünf, und die 4002 kostete DM 54,00. Ganz zum Schluss soll sich statt des Opel Admiral noch ein Cadillac Coupé in der Packung befunden haben, was aber im Katalog nicht mehr angezeigt war, denn 1968 war die 4002 bereits durch ihren Nachfolger, die 4003 "City" ersetzt.
Die "Instruction" existiert zumindest in vier, vielleicht sogar in fünf Varianten: Die erste zeigt die Bestückung der Fahrbahnen mit Leitplanken der ersten Generation (die, die man in die Löcher am Fahrbahnrand einstecken konnte und von denen man gerade die mit dem falschen Pfostenabstand ausreichend hatte, wobei die passenden immer fehlten, und auf denen die Autos in den Kurven 4390 immer mit dem Heck hochrutschten und dann ihre Räder in der Luft drehten...), und in der zweiten fanden sich die Universal-Leitplanken zum Anklipsen, in der dritten die zweite Variante des Schaltpultes 4030, bei der die rote Wechselstrom-Buchse weggelassen und statt deren die beiden orangen Halbwellenbuchsen die Farbe nach rot gewechselt hatten. Der Umpolschalter hatte nun eine neue mittlere Position erhalten, in der dann Wechselstrom aus der ersten ehemals orangen und nun roten Buchse kam. In der Instruction war zu lesen, dass für das Nebeneinanderfahren der Autos die Schiebeschalter in der mittleren Position zu stehen hatten. Das war zwar nicht grundsätzlich in allen Fällen nötig, aber in so weit eigentlich immer richtig und deshalb nie falsch. Wenn Frau Meier aus dem freundlichen Haushaltswarenladen am Platz vorne nicht bereits graue Haare gehabt hätte, spätestens jetzt hätte sie welche bekommen, denn den Unterschied zwischen beiden Schaltpultvarianten konnte sie dem kleinen Fritz nun überhaupt nicht erklären. Ihr einziger Trost hätte sein können, wenn sie denn davon gewusst hätte, dass die Lackaffen in der Spielwarenabteilung des großen Warenhauses in der Stadt bei der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen sich regelhaft mindestens ebenso gründlich blamierten. So hielt sie sich, so gut es ging, an der Instruction fest wie ein Schiffbrüchiger am Rettungsring, was bis 1967 auch zu keinen diplomatischen Verwicklungen führte. In der letzten Instruction 1967 jedoch war notwendigerweise die gesamte Elektrik neu formuliert worden, und die Verdrahtungsszenarien, die sich daraus ergaben, wenn man alte mit neuen Teilen kombinieren wollte, brachten selbst Elektromeister Huber aus dem Gleichgewicht, und der war rein äußerlich betrachtet eigentlich schon von der Statur her kaum auszuhebeln, denn sein Body machte immer den Eindruck, als befinde er sich in jeder Körperlage allzeit im stabilen Gleichgewicht, vergleichbar beispielsweise mit einer Kugel, die ja auch nicht wirklich umkippen kann. Außerdem verkabelte er mit seinem Gesellen, dem langen Eugen (der wurde später so bekannt, dass im ehemaligen Bundeshauptdorf Bonn ein schlaksiges Regierungsgebäude nach ihm benannt wurde), ganze Neubauten mit den neuen Schutzkontaktsteckdosen, war also ein anerkannter Profi im Geschäft mit dem gefährlichen elektrischen Strom.
Im Nachherein ist es auch nicht ganz einfach den verschiedenen Packungs- und Inlet-Varianten eindeutig Fahrbahnen mit braunem oder solche mit weißem Rand zuzuordnen. Sicher enthielten die Packungen der ersten Jahre bis einschließlich 1965 braun berandete Straßenteile, und ab 1967 gab es die weißen Fahrbahnränder. Aber ebenso gut möglich wie das Vorhandensein einer älteren Verpackungsvariante, die noch 1967 mit den weißrandigen Fahrbahnen bestückt worden sein kann, ist das Auffüllen einer neuen Verpackung mit braunberandeten Straßenteilen, zumal auch Packungsdeckel existieren, auf denen der Aufdruck "Made in Germany" mit einem schwarzen Balken überdruckt worden war. Stattdessen stand darüber zu lesen: "Made in Austria", d. h. diese Packungen wurden von Braunau/Inn aus versandt. Ob jedes Teil darin wirklich in Österreich hergestellt worden war, darf mit Fug und Recht angezweifelt werden, aber die Bestimmungen schrieben wohl für die Herkunftsbezeichnung lediglich vor, dass das letztendliche Zusammenfügen des Produktes in dem Land zu erfolgen hatte, das als Herkunftland angegeben war. Von Österreich aus ließen sich auf diese Weise die Einfuhrzölle in die EFTA, die Europäische Freihandelszone (European Free Trade Association) umgehen, eine Konkurrenzorganisation zur EWG (Europäische Wirtschafts- Gemeinschaft, Vorgänger der EU), der damals u.a. Österreich, England und skandinavische Staaten angehörten. Viele süddeutsche Produzenten kooperierten oder besaßen in dieser Zeit einen kleinen Zweigbetrieb im nahen Österreich, der allein diesem Zweck diente. Fallers Standbein war der ehemalige österreichische Importeur mit Sitz in Braunau, der zuvor die Faller-AMS-Artikel unter der eigenen Marke "H0bby" angeboten hatte. Faller übernahm wohl später diese Vertriebsniederlassung und war so in der Lage den EFTA-Markt von innen heraus zu bedienen. In den dort vertriebenen Packungen fanden sich vermutlich Fahrbahnen mit braunem Rand noch lange, nachdem bereits in Deutschland die Ränder weiß geworden waren. Ob die Straßenteile auch dort hergestellt wurden, ist dem Autor nicht bekannt, aber es ist sehr gut möglich. Es gibt Fahrbahnen mit braunem Rand, bei denen das Signet "Made in Germany" auf der Unterseite fehlt. Das Braun der Randstreifen ist deutlich heller und ein wenig ins Rostfarbene übergehend. Diese Fahrbahnen finden sich in Packungen mit der Herkunftsangabe "Braunau am Inn". Nachdem die EFTA sich aufgelöst hatte, und ihre Mitglieder mehrheitlich der EWG/EU beigetreten waren, bestand keine Notwendigkeit mehr in Österreich zu produzieren, aber vermutlich gab es noch einen Bestand an dort hergestellten oder zumindest gelagerten Fahrbahnteilen, Packungen und Inlets, die vielleicht in aktualisierter Zusammenstellung noch später auf den Markt gekommen sein könnten. So sind sehr unterschiedliche Varianten aller möglichen Geschenkpackungen grundsätzlich denkbar.
Der Opel Kapitän ließ sich offenbar einzeln eher selten verkaufen, sodass die meisten Exemplare heute aus der Standardpackung stammen, und der Kaptän deshalb relativ selten ist. In anderen Farben als rot - auch hier kommen mindestens drei Nuancen vor - ist er sehr selten. Eine absolute Rarität stellen die Fahrzeugchassis der Ursprungsserie 1963 dar: Die Fahrzeuge besaßen verschiedenfarbige Bodenplatten, die auf ihre unterschiedliche elektrische Polung hinwiesen. Wie die Führungsstifte gab es die Bodenplatten in weiß und schwarz. Bereits 1964 wurden dann aber offenbar keine weißen Bodenplatten mehr hergestellt. Die allererste Chassis-Serie besaß auch noch die einzige Getriebevariante mit Kronrad und drei Zahnrädern (leicht von unten erkennbar an dem außermittig gelagerten Plastik-Zahnrad auf der Hinterachse) im Gegensatz zum später im Plattenchassis üblichen Metall-Schneckengetriebe. Eine komplette 4002 mit dem ersten Styropor-Einsatz und beiden Originalfahrzeugen mit Kronradchassis in unterschiedlicher Farbgebung dürfte daher extrem selten sein.
Faller startete das AMS-Programm 1963 mit zwei verschiedenen Bogenradien, von denen der weitere mit 54cm Außendurchmesser in den engsten Gleisradius der Märklin-H0-Modellbahn hineinkonstruiert worden war. Die 4002 enthielt beide Bögen, und damit ließ sich mit wenigen Zurüstungen eine hübsche kleine Tischanlage aufbauen, deren Grundriss häufig auf den Deckelinnenseiten der Geschenkpackungen zu finden war, so auch im Deckel der 4002 und natürlich auf der "Instruction". Überhaupt gab es im Deckelrandinnern der 4002 ein paar nette Anlagenvorschläge, die einerseits Variationen zeigten, andererseits mögliche Erweiterungen vorschlugen. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass im Deckel der ersten Variante ab 1963 mehrere Fahrbahnfiguren mit "4003" tituliert sind. Diese Anlagenvorschläge enthalten eine Doppelkreuzung und mehr Fahrbahnen und finden sich 1964/65 in der Packung 4009 wieder, dann aber komplettiert durch einspurige Abzweigung und Überholfahrbahnen. 1963 war also offenbar zunächst die Herausgabe einer weiteren Stadtverkehrspackung mit der Bestellnummer 4003 vorgesehen, was bei dem Nummernschema mit den bereits vorhandenen Packungen 4001, 4002 und 4004 ins Bild passt.
Im Katalog und in der Instruction zur 4002 findet sich die Fahrbahnzusammenstellung 4003 als Erweiterung der 4002, dazu hat Faller auch eine hübsche Foto-Anlage erstellt, aus deren Darstellung sich ableiten lässt, dass in der Version ab 1964 vermutlich sechs Klips-Leitplanken als Zubehör der 4002 beilagen.