Eine der schönsten Zeichnungen des VW 1200 "Käfer" oder des VW 1300, den Faller später auch so betitelte, findet sich auf dem Kartondeckel der Faller AMS Ein-Wagen-Packung 4000. Ein junges Paar in zeittypischer Kleidung cruist (cruisen gab's damals nur im Englischen, das hieß auf Deutsch "eine Spazierfahrt unternehmen") entspannt am Fluss, den man damals Fluß schrieb, entlang. Entspannt oder locker musste man zu diesen Zeiten auch noch nicht wirklich sein, denn man war im allgemeinen weder berufsbedingt verspannt noch privat gespannt, außer in der Vorweihnachtszeit, solange man Kind war, oder vielleicht als Autofahrer auf Spazierfahrt, nämlich auf den Verlauf des sich anschließenden Abends. Aber auf dem Bild ist der Abend noch fern, es herrscht bestes Sommerwetter, immerhin so warm, dass am Flussufer eine Badenixe mit Sonnenschirm zu sehen ist, und der Fluss spiegelt noch das ungebrochene Blau des Himmels wider. Der Fluss konnte das auch damals schon nicht mehr ohne Einschränkungen, denn blau war selbst die Donau nur noch in alten Liedern. Für Vater Rhein, den uns der Zeichner hier offenbar dargestellt hat, und zwar entweder im Rheingau oder in der Gegend um St. Goar, galt das Attribut "blau" seit alters her in den Liedern sowieso nicht als Farb- sondern eher als Zustandsbeschreibung, weshalb von der Schweiz bis zum Niederrhein alle Pharma- und Düngemittelproduzenten ihren Dreck weitgehend ungeklärt in den Strom kippten. In Wirklichkeit sah die Brühe zumindest Anfang der siebziger Jahre aus wie Hund ganz hinten, und nur die abgebrühtesten ließen sich zum Sommerpicknick am Ufer nieder. Gut, Ende der Fünfziger war man auch noch nicht so verwöhnt, und die ersten, die vom Sommerurlaub an der Adria berichten konnten, hatten noch das Aussehen des sommerträgen Abwasserkanals in der Po-Ebene in Erinnerung (ah, sorry, falls ich jemandem zu nahe getreten sein sollte, aber diese Schlammröhre war wirklich erst auf den zweiten Blick, nämlich mit dem auf das Hinweisschild "Fiume Po" als Fluss zu erkennen), und dagegen zeigte sich der Rhein, der meistbefahrene Strom Europas, immerhin von einer fast makellosen Klarheit. Mindestens zehn Zentimeter weit konnte man im schnell fließenden (im Durchschnitt sechs Knoten bei Köln) Wasser sehen. Fische gab's zwar immer weniger, und schon lange keine Lachse mehr, die früher einmal ein Arme-Leute-Essen gewesen waren. Ja, ehrlich! Aus einer der mittelalterlichen Zunftordnungen für die Kölner Handwerksgilden ist die Bestimmung überliefert, dass den Handwerksgesellen höchstens dreimal pro Woche zum Mittag Lachs vorgesetzt werden durfte. Nicht vielleicht, weil das die Frau Meisterin sonst zu teuer gekommen wäre, nein, im Gegenteil, Lachs war so billig, weil in rauen Mengen vorhanden, dass er am liebsten ununterbrochen in allen Variationen aufgetischt wurde. Aber den gab's dann im Anschluss an das Wirtschaftswunder im Rhein nicht mehr, und wenn man doch einmal einen zu Gesicht bekam, wurde einem schlecht, entweder vor Übelkeit oder aus Mitleid. Der Strom verströmte auch einen typischen Chemiegeruch, der noch in den Kleidern hing, wenn man dort spazierengegangen war. Okay, das gilt jetzt für die empfindliche Nase eines Nichtrauchers, aber es war deutlich bemerkbar. Noch nach der Entwicklung des Windsurfens, immerhin ein Kind der späten siebziger und frühen achziger Jahre, witzelte die Szene, dass die erste Rheinüberquerung mit dem Surfbrett bei Duisburg daran gescheitert sei, dass das Brett sich etwa in der Mitte des Stromes aufgelöst habe. Makaber, aber... Heute (2009) ist das viiiiiiiiiiel besser, es gibt wieder Lachs im Strom, und baden könnte man dort auch. Der Chemiegeruch ist tatsächlich verschwunden, auch wenn das Wasser sicher bei weitem nicht als unbelastet gelten kann, dazu quirlen einfach zu viele Dieselschiffsschrauben darin herum, und zu wenig lassen sich alle seine Zuflüsse kontrollieren, wobei man nicht einmal an die Ruhr und die Saar mit ihren Schwerindustrien denken muss. Wer sich jetzt freut auf dem Land zu leben, der lasse sich einmal die Werte für Kohlenwasserstoffe und Treibhausgase, die einem Rinderdarm entströmen, auf der Zunge zergehen und vergleiche die mit dem Ausstoß eines modernen Düsen-Jets. Ich garantiere Ihnen, Sie werden tellergroße Augen machen. Und wenn Sie die Schaumentwicklung am Stauwehr Ihres Moorbaches für Waschmittelrückstände halten, finden Sie das düngemittelnitratgeschwängerte Regenfiltrat unserer Äcker im giftigen Blaualgennaherholungsgewässer möglicherweise auch lecker, ist ja alles reine Natur. Dagegen betrachtet sieht der künstlich geklärte Rhein garnicht einmal so schlecht aus.
An dem nicht mehr ganz so blauen Strom gondelt also der VW Käfer dahin, Fenster heruntergekurbelt und vielleicht Radio an, falls schon vorhanden. Die junge Lady trägt Handschuhe, wie apart. Das galt damals als Attribut einer Dame von Welt, eher hatte es allerdings in die zwanziger und dreißiger Jahre vor dem Krieg gepasst, und der Zeichner hatte sich vermutlich ein wenig in die gute alte Zeit hinübergeträumt, aber das gönnen wir ihm, nicht wahr? Vielleicht handelt es sich bei der Stulpe am rechten Unterarm aber auch um einen breiten Armreif, der würde eher in die sechziger Jahre passen. Der Käfer ist jedenfalls flammneu, das letzte Modell mit Panoramaheckscheibe - ja, wirklich, so nannte man das damals. Die ersten VW 1200 hatten noch eine kleine geteilte Heckscheibe besessen, das bekannte "Brezelfenster", das so aussah, als habe ein Spähpanzer der Wehrmacht für das Design Pate gestanden, und auf beiden Seiten waren Winker aus der B-Säule geklappt, wenn man abbiegen wollte. Wissen Sie, was ein "Winker" ist? Nein? Im Amtsdeutsch hieß das Ding "Fahrtrichtungsanzeiger", und so heißt die heutige Version übrigens immer noch, also im allgemeinen Sprachgebrauch ein Blinklicht oder "Blinker". Ein Anzeiger oder Zeiger war der Winker tatsächlich, und er klappte beim Betätigen aus der B-Säule heraus wie die alten Anzeiger auf den Bahnsteigen der Reichsbahn. Erst in den Sechzigern wurde der einzelne Winker auf jeder Fahrzeugseite durch ein Paar Blinklichter abgelöst, von denen jeweils eins auf dem vorderen und eins auf dem hinteren Kotflügel saß. So jedenfalls hat Faller den VW Käfer nachgebildet, und mit einer recht ausführlichen Modellpflege über vier Varianten blieb der AMS-Käfer dem Original allzeit dicht auf den Fersen. Die erste Variante von 1963, der Typ 1, wie er von Hick und Müller in ihrem lesenswerten Buch genannt wird, war vermutlich gar nicht oder nur ausnahmsweise in der Packung 4000 zu finden, die ja erst ab 1964 im Katalog erschien. Der Käfer blieb die Standardbestückung der 4000 bis 1967, dem letzten Jahr ihres Katalogdaseins. Die Autonummer, die der Zeichner dem Auto auf dem Deckelbild verpasst hat, entspricht der ersten AMS-Katalognummer des Einzelmodells. Ab 1965 bereits hätte sie 4833 lauten müssen, aber Faller änderte das Deckelbild nicht. Dort konnte der kleine Heinz zugleich sehen, wie originalgetreu auch die Faller-Fahrbahnen ausgebildet waren, denn deren Randsteinnachbildung ist klar erkennbar inklusive eines darin eingesteckten Begrenzungspfahls und eines Verkehrsschildes. Das entsprach zwar einer mehr oder weniger deutlichen Manipulation der Wirklichkeit, aber die wurde ja zu allen Zeiten imaginativ gestaltet. So fand jedefalls der kleine Heinz, dass die Landstraßen im 1:1-Maßstab doch in etlichen Details vom Faller-Vorbild abwichen, also eigentlich keine Originale sein konnten, sondern schlecht nachgebaute Kopien. Das BP-Tankstellenschild und die BP-Heckflagge des Rheinschiffes hatten die Kartondesigner noch nachträglich in die Zeichnung hineingefummelt. Das ursprüngliche Bild, was auf den Stirnseiten der Packung zu sehen ist, war noch ohne Schleichwerbung ausgekommen. Auf dem Deckel findet sich neben dem Deckelbild auch noch der Inhalt zeichnerisch abgebildet: der VW Käfer, das Fahrbahnoval und der Pultregler 4031. Auch daran änderte sich bis zum Auslauf der Faller AMS Ein-Wagen-Packung 4000 nichts.
Drei Dinge im Inhalt der AMS Ein-Wagen-Packung 4000 änderten sich dennoch: Erstens gab es zwei unterschiedlich ausgebildete Styropor-Inlets, von denen die vermutlich ältere und seltenere Version mit dem aufgeklebten Faller-Schild im Bild oben rechts zusammen mit den braunberandeten Fahrbahnen zu sehen ist. Es ist gut möglich, dass dieses Inlet noch von der alten AMS Ein-Wagen-Packung 4001 stammte und hier zunächst einfach weiterverwendet wurde. Dafür spricht auch die Größe des Faches für das Fahrpult 4031, in das ohne weiteres das Schaltpult 4030 aus der alten 4001 von 1963 hineinpasst. Wahrscheinlich war der Bestand bereits im Jahr 1964 oder spätestens 1965 aufgebraucht, sodass es nicht wenige Packungen mit dem zweiten Inlet und noch braunen Fahrbahnrändern gibt. 1967, im letzten Verkaufsjahr, vielleicht auch schon früher, wurde die 4000 zweitens mit weißen Fahrbahnrändern ausgestattet und erhielt drittens das neue elektrische Anschluss-Schema mit den Faller-eigenen Doppelsteckerchen. Wie bei der Grundpackung 4001 und der Standardpackung 4002 konnte man nun zwei gleiche Packungen elektrisch nicht ohne Bastelarbeit und Hinzukauf von jeweils passenden Steckern miteinander verbinden, was bei der 4000 besonders ins Gewicht fiel. Hans und Heinz, die zu Weihnachten 1966 die zweite 4000 geschenkt bekommen hatten, waren bis zum zweiten Feiertag nur unter Aufbietung allen Improvisationstalentes der Großfamilie in der Lage zu zweit mit je einem alten und einem neuen Fahrregler 4031 ihre Käfer auf einer gemeinsamen Anlage zu bewegen, vom unabhängigen Hintereinanderfahren ganz zu schweigen. Klar(erweise) wäre das damals eigentlich ohne Probleme vonstatten gegangen, wie heute auch, aber gewusst, wie? Die Faller Instruction war wie immer so aufschlussreich wie das berühmte Buch mit sieben Siegeln, und hemmungslos an neu gekauften technischen Geräten herumzubasteln und damit ggfs die Garantie zu verwirken war und ist auch heute noch nicht jedermanns Sache. Dabei wäre die Geschichte eigentlich gar nicht so schwierig gewesen, wenn Faller auf das Vorhandensein eines kleinen Zubehörs hingewiesen hätte, was offensichtlich nur gemeinsam mit dem Universalschaltpult 4019 verkauft wurde, und da vermutlich auch nur im ersten Jahr 1967:

ein Zusatzkabel, mit dem man die alten Fahrregler 4031 und sogar die Schaltpulte 4030 an das Universalschaltpult anschließen konnte. Damit hätten die auch an die der neuen 4000 beiliegenden Steckerkonsole gepasst. Ohne viel Bastelei. Und zwar auch am Heiligen Abend, und nicht erst nach tausend Rückfragen im neuen Jahr. Doch das Kabel gab es zumindest im Katalog nicht als Einzelteil. Vielleicht stellte die generelle elektrische Umformulierung auch den eigentlichen Grund dar, warum 1968 keine der alten Komplettpackungen mehr im Katalog erschien. Zu groß scheint der Fragenkatalog gewesen zu sein, den sich AMS-Händler nicht zu beantworten in der Lage gesehen haben mochten und deshalb vielleicht einfach die schöne neue Plastikwelt als Reklamation zum Hersteller zurückschickten, nachdem Hans und Heinz mit nachhaltiger elterlicher Unterstützung im Haushaltswarenladen am Platz vorne auf Nachbesserung bestanden hatten. Für die neue Verkabelung lag in der 4000 eine schmale Konsole mit vier Doppelsteckerbuchsen, die nie in irgend einem AMS-Katalog erwähnt war und keine Bestellnummer trug. Ob es sie als Ersatzteil zu kaufen gab, ist dem Autor nicht bekannt. Diese Konsole enthielt je eine schwarze und eine weiße Doppelbuchse für den Anschluss zweier Fahrpulte 4031, die sinnvollerweise entweder ein schwarzes oder ein weißes Steuerrad passend zur Steckerfarbe besaßen, das heißt, wenn man zufällig diese zwei verschiedenen Farben in den Packungen erwischt hatte, was selbst im großen Kaufhaus in der Stadt kaum möglich war. In der Konsole eingelassen fanden sich noch eine hellrote und eine dunkelrote Buchse für die beiden Spuren der Anschlussfahrbahn 4701. Bei der war sinnigerweise je eine Spur mit einer schwarzen bzw einer weißen Markierung versehen, die die Zugehörigkeit zum entsprechenden Fahrpult signalisieren sollte. Auch das klappte naturgemäß nur, wenn man die passenden Pulte gekauft hatte. Über ein gelbes und ein braunes Kabel sollte die Konsole an den Faller-Trafo angeschlossen werden, eine reine Wechselstromversorgung also, wie übrigens bei der vorhergehenden Verdrahtung auch. Damit der Käfer in der 4000 nun überhaupt fahren konnte, besaß er immer eine eingebaute Selen-Gleichrichterplatte. Autos ohne inneren Gleichrichter konnte man mit dieser Mimik nur zerstören, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Fleischmänner und andere Gleichstromer konnten allerdings den eventuellen Verlust oder die Zerstörung einer Selenplatte mit breitem Grinsen verschmerzen: Anschluss am Bahnausgang des Trafos, und schon war die Misere behoben. Blöd nur, dass jetzt die Bahn nicht mehr bewegt werden konnte, aber das ging ja sowieso nicht gleichzeitig, zumindest nicht ohne massiv erhöhtes Unfallrisiko.
Das alte Verdrahtungsschema war recht einfach und ließ sich sowohl der Instruction als auch dem Schaubild auf dem Deckelrand entnehmen. Ob die Bedruckung des Deckelrandes für die neue Verdrahtung von Faller im letzten Verkaufsjahr noch geändert wurde, ist dem Autor nicht bekannt, darf aber mit Fug und Recht bezweifelt werden. Wer sich also nach dieser Zeichnung richten wollte, war mit einer neuen 4001 auf dem Holzweg. Das Bild oben zeigt eine 4001 von 1965, deren Fahrpult im Bereich der Tachonadel und des Lenkrades bereits eine Generalreparatur erhalten musste, so intensiv war die Nutzung. Der Inhalt ist einschließlich des Fahrzeugs original, lediglich die Reifen sind durch spätere AMS-Typen erstezt worden. Über eine Periode von mehr als zwei Jahrzehnten fehlte dem Käfer, übrigens ein Typ 2, ein Teil seiner Heckstoßstange, deren Verlust im Renneninsatz bei Freunden nicht selten zu beklagen war in den wilden Tagen damals. Aus nicht näher nachvollziehbaren Gründen war dieses Stückchen Stoßstange unauffindbar gewesen und hatte als auf ewig verschollen gelten müssen. Dennoch: den Seinen gibt's der Herr im Schlaf, und so war das Erstaunen riesengroß, als genau das Stück in einer kleinen zufällig über zwanzig Jahre später auf einem Flohmarkt im Münsterland erstandenen AMS-Kramkiste auftauchte. Kein Quatsch: die Bruchlinien konnten die Teile als eindeutig zusammengehörend ausweisen, sodass jetzt, nach einfachem Ankleben, kein Schaden mehr erkennbar ist. Anglerlatein heißt das bei den Petri-Jüngern, Jägerlatein bei den 60-Endern und Verar.... auf Neuhochdeutsch. Alle unzutreffend, hier ist es die reine Wahrheit. Nur wer wirklich weiß, was (wwww) echte Falleristi bewegt, kann ermessen, wie eine solche Schicksalsfügung ein ganzes Wochenende gestaltet, nicht wahr? Wer nicht, der liest sowieso besser die bunte Tageszeitung, die man waagerecht halten muss. Warum man die so waagerecht halten muss? Damit kein Blut herausfließt. Is' ja gut, das wissen Sie schon, für diese Art Pointen hatte man bereits in den sechziger Jahren eine Bartwickelmaschine im Keller stehen.
Neben den Reifen sind noch die Doppelschleifer Ersatzteile neueren Datums, aber der Rest des Fahrzeugs ist original spätestens 1965 produziert worden und ohne jede Abstriche heute (2009) funktionsfähig. Einen kleinen orangen Farbtupfer hat der Besitzer den vier Blinklichtern gegönnt, Faller hat die Karosserien nie mit gefärbten Blinkern versehen. Was zudem beim Blick auf die Unterseite des Fahrzeugs erkennbar ist, sind die nachträglich dunkelbraun kolorierten Andeutungen der Radhäuser, die dadurch in der Generalansicht wesentlich dünner wirken, halt so, wie im Original das Blech und nicht das aus Stabilitätsgründen viel zu dick ausgeführte Plastik. Im Original lässt sich die Karosserielackierung ja nicht im Radhaus sehen, zumindest war das auch bei neuen VW-Modellen in den sechziger Jahren nicht so. Die späteren Versionen der AMS Ein-Wagen-Packung 4000 dürften mit der Karosserie Typ drei ausgeliefert worden sein, die sich vom Typ zwei durch größere Frontscheinwerfer und die Andeutung eines Schiebedaches unterscheidet.
Die Instruction - Faller schrieb das Wort immer mit "c" statt mit "k", vielleicht weil die vielen amerikanischen Soldaten, die in Süddeutschland der hübschen Gegend wegen stationiert waren, das Wort sonst nicht verstanden hätten - also die Instruction, die der ersten Verdrahtungsvariante beilag, erzählte noch munter von einer möglichen Anlagengestaltung mit den Überholfahrbahnen 4724, obwohl die sich bereits 1964 als untauglich erwiesen hatten und daher einzeln garnicht in den Handel gelangt waren. Aber so waren die wilden Sechziger: die Zeit war schneller als die Druckerpresse - oder, das könnte ja auch sein, man war noch sparsamer als heute. Ein kleines Rätsel bleibt die Ausstattung der AMS Ein-Wagen-Packung mit Leitplanken. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die alten Steckleitplanken in der 4000 nicht zum Einsatz kamen, sondern die größeren Klipsleitplanken verwandt wurden. Wie man aber dem Bild oben entnehmen kann, ist der Platz für die Leitplanken mehr als begrenzt. Auf oder unter die Fahrbahnen passen die side rails, wie sie auf Englisch heißen, nirgendwo so richtig, es sei denn, man nimmt eine mehr oder weniger deutliche Ausbuchtung des Packungsdeckels nach oben in Kauf, was beim Stapeln schon einmal für unschöne Einrisse im Deckel oder Abbrüche der Leitplankenklipse führen kann. Im ersten Styropor-Inlet war schon gar kein Platz für die neuen Leitplanken vorhanden, wohingegen die alten wesentlich dünneren Steckteile leicht auf den graden Fahrbahnteilen untergebracht werden konnten. Die blasse Erinnerung des Autors an die eigene Packung vermeint vier Leitplanken neuerer Ausführung zu erkennen, aber wo die in der Packung herumgelegen haben konnten, ist absolut nicht erinnerlich. Eigentlich passen sie nur so verbogen dort hinein, wie sie oben im Bild zu sehen sind. Sehr fraglich ist die Möglichkeit, dass der AMS Ein-Wagen-Packung 4000 überhaupt keine Leitplanken beilagen, jedenfalls sind in der oben dargestellten noch verblisterten Packung mit dem blauen VW keine zu sehen. Aber erstens können die vielleicht doch irgendwie unter die Fahrbahnen gestopft worden sein, und zweitens spricht die Verblisterung nicht notwendigerweise für einen unveränderten Originalzustand. Kreative Nachverblisterungen sind im Zeitalter der allgegenwärtigen Folienschweißtechnik in vielen Fällen aus Gründen des wunderbaren Wertwachstums (www) zu unterstellen.